Gratis
Schulhausinventar an die Bevölkerung verschenkt

Der Gratis-Räumaktion des alten Schulhauses im Mettauertaler Ortsteil Mettau war ein überwältigender Erfolg beschert. Trotz des Grossandranges lief das Ganze ruhig ab. Entsprechend voller Lob für die Bevölkerung zeigt sich Gemeinderat Christoph Rutschmann.

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Schulbänke

Schulbänke

Keystone

Susanne Hörth

Grund für die samstägliche Räumungsaktion war der, dass aus dem ehemaligen Mettauer Schulhaus in absehbarer Zeit die Zentralverwaltung der Fusionsgemeinde Mettauertal entstehen soll. Bevor aber mit dem Umbau begonnen werden kann, musste erst das Gebäude leer geräumt werden.

Gemeinsam mit der Verwaltung hat Gemeinderatsmitglied Christoph Rutschmann für die Bevölkerung von Mettauertal die Gratis-Räumungsaktion organisiert. «Der Andrang war riesig. Zwischen 100 und 150 Personen standen, teilweise mit Anhänger, bereit», so Christoph Rutschmann.

Vorrang für die Anwohner

Sehr bewusst sei nur die Mettauertaler Bevölkerung mittels Flugblatt über die Aktion informiert worden. «Wir sind der Ansicht, dass die Anwohner des Tals absoluten Vorrang für den Bezug der Waren haben», erklärt Rutschmann. Er macht deutlich, dass sich bereits vorher wohltätige Institutionen und Kinderheime für das Mobiliar des Schulhauses interessiert hätten. Die hätten sicherlich einen Grossteil der zu vergebenden Waren übernommen.

Das Verschenken an die Mettauertaler sei also keine Sparaktion, sondern vielmehr eine Respektshaltung gegenüber der Bevölkerung gewesen. Idee hinter der Aktion war, dass alles Tragbare sofort mitgenommen und alles Demontierbare am Nachmittag abgeschraubt und abgeholt würde. Aus der Idee wurde fast zu 100 Prozent Wirklichkeit. Am Samstagabend befanden sich nur noch ein paar wenige Pulte und einige Wandtafeln, ein paar Kleinkinderspielsachen sowie einige Kochschulartikel im Gebäude.

Keine Hektik aufgekommen

Trotz des Grossandranges lief das Ganze ruhig ab. Entsprechend voller Lob für die Bevölkerung zeigt sich Gemeinderat Christoph Rutschmann: «Das Verhalten der Leute war durchwegs anständig und respektvoll. Mir ist keine unangemessene Hektik aufgefallen. Im Gegenteil: Gerade bei grösseren Objekten, Wandtafel, Tische, Bänke und so weiter, wurde freiwillig und unorganisiert untereinander ausgeholfen. Als Zusatzbonus wurde diese Aktion gleichzeitig zum gegenseitigen Kennenlernen der Anwohner der Ortsteile verwendet.»

Wie Rutschmann weiter erwähnt, sei der Tag für ihn ein grosser Erfolg gewesen. Auf das weitere Vorgehen in Sachen Umbau zur Zentralverwaltung sagt er: «Zurzeit ist davon auszugehen, dass ab August 2010 mit den ersten Umbauarbeiten begonnen werden kann.»