Kalktarren

Schulhaus West wieder ein Thema

Neuerungen: Das Schulhaus Kalktarren bekam Solarpannels für die Warmwasserproduktion, im Zelgli sollte ab April gebaut werden. ske/Sul

Schulhaus

Neuerungen: Das Schulhaus Kalktarren bekam Solarpannels für die Warmwasserproduktion, im Zelgli sollte ab April gebaut werden. ske/Sul

Die Stadt verhandelt über einen Landkauf in Schlieren West und über ein Provisorium für die Dauer der Zelgli-Sanierung. Weiter ist man im Kalktarren: Die Sanierungsetappe brachte hier eine Solar-Warmwasseranlage.

Sidonia Küpfer

Ein neues Schulhaus für Schlieren? So weit ist es noch lange nicht. Aber es laufen Verhandlungen über einen Landkauf für ein allfälliges Schulhaus «Schlieren West» auf dem Gebiet zwischen dem Bahnhof Schlieren und der Stadtgrenze zu Dietikon. Dies erklärte Albert Schweizer, der Bereichsleiter Liegenschaften bei der Stadt Schlieren. Wo oder mit wem ist noch unklar, Schweizer hofft, bis Ende Jahr informieren zu können.

Damit kommt Bewegung in die Frage um den Neubau eines Schulhauses. In Schlieren steigt die Zahl der Einwohner aufgrund der Neubauten stark an. Die Stadt rechnet damit, dass der Plafond mittelfristig bei 16 000 Einwohner liegen könnte. Dadurch dürften sich auch die Schülerzahlen erhöhen. Dabei stehen die Schlieremer Schulbauten vielerorts schon jetzt unter Druck. Das Gebiet Schlieren West wurde seit längerem als Wunschstandort für den Bau eines neuen Schulhauses genannt.

Mietet Schlieren ein Schulhaus?

Schlieren prüfe auch die Möglichkeit, Schulen von einem privaten Investor bauen zu lassen (so genannte «Public Private Partnership»-Verfahren) und sich dort einzumieten, anstatt selbst ein neues Schulhaus zu bauen, wie Albert Schweizer bestätigte. Über ein ähnliches Vorhaben können demnächst die Unterengstringer abstimmen: Sie sollen darüber befinden, ob die Gemeinde in einem Neubau Räume für die Verwaltung mieten darf - ob also das Gemeindehaus gemietet werden dürfe.

Die Vorbereitungen für den Ausbau des Schulhauses Zelgli sind fortgeschritten. Den entsprechenden Kredit hatte das Stimmvolk im Februar mit 80 Prozent Ja-Voten gutgeheissen. Nun laufe die Ausschreibung für den Totalunternehmer des Ausbaus, wie Albert Schweizer erklärt: «Es sind noch sieben Unternehmen im Rennen.»

Im April soll der Zelgli-Ausbau starten

Die Bewerber hätten bis Weihnachten Zeit, ihre Offerten einzureichen. Mitte Februar dürfte der Entscheid des Stadtrates fallen, wer den Zuspruch erhalten wird, und im April oder Mai soll der Baustart erfolgen, so Schweizer. Der Ausbau für das Projekt Zelgli dürfte 12 bis 15 Monate dauern. Auch in der Frage, wie dann der Unterricht möglich ist, zeichne sich eine Lösung ab: Die Chancen stünden gut, dass die Stadt bald ein Ersatzobjekt präsentieren könne, in dem 80 Prozent des Schulbetriebs durchgeführt werden könnten, so Schweizer. Die Schulklassen müssten das Zelgli wohl für sechs Monate verlassen, schätzt er.

Weiter als beim Zelgli ist man beim Schulhaus Kalktarren: Während der Herbstferien ging im fast 40 Jahre alten Kalktarren der zweite Teil einer 4,5 Millionen Franken teuren Sanierung über die Bühne. Als eines der ersten städtischen Gebäude heizt die Schule ihr Warmwasser auch mit Solarenergie. Auf dem Dach des Schulhauses stehen zwei Reihen Solarpannels.

Die Eingänge liegen neu im Süden statt im Westen: «Bei Wind konnten die jüngeren Schüler die Türe manchmal kaum öffnen», erinnert sich Thomas Fratichini, Unterhaltsleiter der Schlieremer Liegenschaften. Augenfällig ist die Erneuerung des Pausenplatzes, der auf dem Flachdach liegt: Mit dem Einbau einer neuen Wärmedämmung wurde der Belag erneuert und der Platz neu möbliert. Dort gibt es nun etwa ein Aussenklassenzimmer: kreisförmig angeordnete Steinbänke.

Weitere Arbeiten stehen an

Noch nicht renoviert sind etwa die Turnhallen. Dazu bräuchte es einen zweiten Kredit. Aber da müsse sich das Kalktarren vorerst hinter dem Zelgli anstellen, so Fratichini.

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