Schweinegrippe - Schweiz

Schulen setzen auf Hygiene - Schweinegrippeverdacht in Lager

Keine Schweinegrippe-Panik in Schulen

Keine Schweinegrippe-Panik in Schulen

Rund ein Viertel der Teilnehmenden eines Jugend und Sport-Lagers in Flumserberg SG leidet an Grippesymptomen. Wegen Verdachts auf Schweinegrippe wurde nach Rücksprache mit dem Kantonsarzt am Abend das Lager abgebrochen und die Jugendlichen nach Hause gebracht.

66 Kinder und Jugendliche aus Muolen nahmen am Jugend und Sport-Lager der Jubla Muolen teil, wie die Staatskanzlei St. Gallen mitteilte. 15 davon litten an leichten grippalen Symptomen wie Fieber, Unwohlsein und Bauchschmerzen.

Da dies möglicherweise Anzeichen der Schweinegrippe sind, entschied Kantonsarzt Markus Betschart zusammen mit der Lagerleitung, das Lager zum Schutz der gesunden Schülerinnen und Schüler sofort abzubrechen. Einzelnen Erkrankten wurden Nasen-Rachenabstriche abgenommen, um sie auf das H1N1-Virus zu untersuchen. Die Resultate stehen noch aus.

Die Lagerleitung informierte die Eltern unverzüglich über die Krankheitsfälle, die mögliche Übertragung und die zu treffenden Massnahmen.

Die Schulen setzen angesichts der Schweinegrippe auf Hygienemassnahmen wie Händewaschen und ins Taschentuch husten. Dies zeigt eine SDA-Umfrage in allen Kantonen. Schulschliessungen sind nirgends geplant. Einige Kantone erwägen aber Internetunterricht.

Am Montag beginnt in elf Kantonen das neue Schuljahr. Etliche Kantone haben ihre Schulen nun angewiesen, Hygienemassnahmen konsequent anzuwenden.

Der Thurgau etwa rät Schulen und Schülern, keine Gemeinschaftshandtücher mehr zu verwenden und die Hände zu desinfizieren.

Schulen zu schliessen ist hingegen nur die Ultima Ratio und zurzeit nirgends geplant, wie die SDA-Umfrage zeigt. Die Kantone argumentieren, diese Massnahme sei medizinisch nicht sinnvoll. Die Schüler würden sich dann im Schwimmbad oder auf dem Spielplatz treffen und dennoch anstecken, sagen die Schwyzer Behörden.

Etliche Kantone könnten sich Fernunterricht vorstellen, falls das Worst-Case-Szenario Schulschliessungen eintreten sollte. Zu dieser Gruppe gehören Bern und der Thurgau, wie auch Zürich.

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