Schützen warten auf Helfersturm

Im Endspurt: Personalchef Heinz Huber (l.) mit Pierre Bagnoud, Alwyn Youssoufian und Erich Bircher, engen Mitarbeitern der Stabstelle Personal des Schützenfestes 2010. (Foto: Toni Widmer)

Schützenfest

Im Endspurt: Personalchef Heinz Huber (l.) mit Pierre Bagnoud, Alwyn Youssoufian und Erich Bircher, engen Mitarbeitern der Stabstelle Personal des Schützenfestes 2010. (Foto: Toni Widmer)

Knapp 30 000 Schützen haben sich für Eidgenössischen Schützenfest (ESF) in der Region Aarau bereits angemeldet. Noch deutlich weniger gross ist das Interesse der freiwilligen Helfer. Der Personalbedarf ist erst zu rund 20 Prozent abgedeckt.

Toni Widmer

«Wir müssen sicher noch tüchtig Gas geben. Aber ich bin sehr optimistisch, dass wir die nötigen Helferinnen und Helfer für das Eidgenössische Schützenfest 2010 in der Region Aarau rechtzeitig rekrutieren können. Unsere intensiven Bemühungen tragen langsam aber sicher Früchte», sagt Heinz Huber, Leiter Stabsstelle Personelles für diesen Grossanlass. Und als hätte es eines Beweises für die Zuversicht des Personalverantwortlichen bedurft, klingelt in diesem Moment das Telefon: «Ein Lehrer hat soeben seine Schüler für einen Einsatz angemeldet», verkündet Alwyn Youssoufian, der Chef Einsatzplanung.

Es ist die vierte Schulklasse, dabei hat man für den Warndienst vor allem auf die Jugend gesetzt: «Am ESF 2005 in Frauenfeld haben sich viele Schulen im Rahmen einer Projektwoche engagiert. Die Erfahrung mit den Jugendlichen war für den Organisator positiv und auch das Echo der Schulen nach dem Anlass war gut. Die Lehrkräfte erklärten, ihre Schülerinnen und Schüler hätten in verschiedener Hinsicht von dieser einmaligen Erfahrung profitieren und erst noch die Klassenkasse massiv aufstocken können», sagt Heinz Huber und hofft, dass in den nächsten Wochen noch ein paar Dutzend Anmeldungen von Schulen eintreffen.

Bis 500 Helfer pro Tag nötig

Für die reibungslose Durchführung des Schweizer Grossanlass, der vom 18. Juni bis 18. Juli in der Region Aarau stattfindet, werden täglich bis zu 500 Leute gebraucht. Rund 300 davon allein sind nötig für die Gewährleistung eines reibungslosen Schiessbetriebes. Daneben gilt es aber auch, viele Jobs in den Bereichen Verpflegung, Information oder Kiosk- und Souvenirverkauf zu besetzen.

Bisher sind erst rund 20 Prozent der nötigen Helferinnen und Helfer rekrutiert. Darüber ist Heinz Huber zwar nicht eben glücklich, hat aber vorderhand noch keine schlaflosen Nächte: «Die Erfahrung vom Schützenfest in Frauenfeld zeigt, dass sich in der heutigen Zeit nur mehr wenige Leute frühzeitig für einen Helfereinsatz melden. Wir werben zwar bereits seit rund einem Jahr, insbesondere bei allen Schweizer Schützenvereinen. Ich gehe davon aus, dass diese Werbung erst jetzt langsam Früchte zeigt. Die Generalversammlungen stehen ja noch bevor», gibt sich Huber relativ gelassen.

Einsätze werden entschädigt

Akquiriert werden Helferinnen und Helfern an den verschiedensten Fronten. Im Vordergrund stehen dabei auch jene Aargauer Vereine, die mit dem Schiesswesen nichts zu tun haben. Gratis arbeiten muss niemand. Der Posten für den Helfereinsatz ist im Veranstaltungsbudget im Bereich von einer halben Million Franken angesiedelt: «Wir bezahlen 40 Franken pro Tag bei freier Verpflegung, dazu gibt es ein T-Shirt für alle Helfer. Für Vereine bietet sich die Möglichkeit, ihre Kasse aufzubessern und Jugendliche könnten in der Ferienzeit ein schönes Sackgeld verdienen», erklärt Heinz Huber.

Er appelliert auch an alle Schützenfreunde, sich für einen Freiwilligeneinsatz zu melden: «Die Region Aarau will der Schweiz einmal mehr zeigen, dass sie fähig ist, einen Grossanlass durchzuführen. Dazu sind wir auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen.» Melden können sich Helfer über www.aarau2010.ch (Link: Helfer) oder über Telefon 079 405 03 13.

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