Schüler benoten ihre Lehrer

Qualität steht bei Alex Bieli ganz oben. Um Qualität im Unterricht zu erbringen, müssen Lehrpersonen und Schüler kooperieren. Daher wurde ein Dreijahresplan für Qualitätsmanagement an der Bezirksschule Wettingen ins Leben gerufen.

Dieter Minder

Alex Bieli sieht es als eine Hauptaufgabe an, die Qualität an der Bezirksschule Wettingen weiterzuentwickeln. «Wettingen hat eine hervorragende Grundlage dafür», betont Bieli, der zu Beginn des Schuljahres die Leitung der Bez übernommen hat.

Mit einen systematischen individuellen Feedbacksystem will er Lücken aufspüren. Es sind Fragebogen über den Unterricht der Lehrer, die die Schülerinnen und Schüler beantworten müssen. Die Fragen werden mit der Klasse besprochen und dann von jedem Jugendlichen anonym beantwortet. Die Lehrerinnen und Lehrer werten diesen selber aus. «Einige waren vom Ergebnis sehr überrascht», sagt Bieli. Zu beantworten waren Fragen wie «Die Lehrperson ist auf den Unterricht gut vorbereitet» oder «Die Lehrperson bespricht mit uns die Prüfungen». Um eine Vergleichbarkeit zu erhalten, hatten die Schüler jede Frage mit 1 (stimmt nicht) bis 4 (stimmt) zu benoten.

Lehrer besuchen Lehrer

«Qualitätsmanagement ist Führung», betont Bieli. Und Führung ist für die Schulleiter das Kerngeschäft. Die Verantwortung dafür hat auch das Gesetz der Schulleitung zugewiesen. Bieli hat ein Konzept ausgearbeitet, das zeigt, wie in den nächsten drei Jahren an der Bezirksschule Qualitätsmanagement gelebt werden soll.

Dessen Grundlagen sind das kantonale Schulgesetz und die dazugehörenden Verordnungen, das Leitbild der Schule Wettingen, das Qualitätsmanagement einer geleiteten Schule im Kanton Aargau (QUES) sowie
der Bericht zur Externen Schulevaluation der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Als Ziel für das laufende Schuljahr hat Bieli definiert, dass alle Lehrpersonen mit mehr als 8 Lektionen mindestens einen gegenseitigen Unterrichtsbesuch gemacht oder an einer Intervisionssitzung teilgenommen haben. Dazu müssen sich 2 bis 3 Lehrkräfte in Lernpartnerschaften zusammenfinden. Im Gespräch erarbeiten sie dann gemeinsam Lösungen, die der Qualitätsverbesserung dienen.

Anpassung nach Bedarf

Die Erfahrungen mit dem Qualitätskonzept wird Bieli nach 2 Semestern mit dem Kollegium der Bezirksschule auswerten. «Bei Bedarf werden Form, Inhalt, Ablauf und Instrumente angepasst.»

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