Schruubedämpferlifest

«Schruubedämpferlifest» geht Luft aus

Abgeblasen: Das «Schruubedämpferlifest» auf der Kunsti Eglisee wir dieses Jahr nicht abgehalten. (Archiv / Kenneth Nars)

Schruubedämpferlifest

Abgeblasen: Das «Schruubedämpferlifest» auf der Kunsti Eglisee wir dieses Jahr nicht abgehalten. (Archiv / Kenneth Nars)

Das «Schruubedämpferlifest» fällt diesen Winter aus. Neue Auflagen des Kantons machen den Anlass zu teuer. Wegen des Rauchverbots ist auch die weitere Zukunft des Sportfests stark gefährdet.

Jürg Gohl

Das letztjährige «Schruubedämpferlifest» hat ein sehr erfolgreiches Winterhalbjahr für die Kunsteisbahn Eglisee eingeläutet. Ideales Wetter sorgte für regen Betrieb vor allem tagsüber durch Schulklassen. Gut waren die Wochenenden, etwas weniger gut die Abende. Gleichwohl steht zu befürchten, dass dies damals die letzte Auflage des Sportanlasses war, der längst zu einem Fixpunkt im Kleinbasler Jahresprogramm geworden ist. Denn diesen November wird aus finanziellen Gründen kurzfristig auf eine Durchführung verzichtet, und Ende 2010 sind bereits die neuen Auflagen im Zusammenhang mit dem Rauchverbot in Kraft, die dem «Schruubedämpferlifest» endgültig den Todesstoss versetzen könnten.

Das Fest, das allerlei Attraktivitäten um das Eis und auf dem Eis bot, wurde zwar immer erst ein paar Wochen nach der offiziellen Saisoneröffnung abgehalten. Doch erst mit ihm wurde das Winterhalbjahr jeweils richtig lanciert. «Die Besucherzahlen stiegen jedenfalls hinterher jeweils spürbar an», sagt OK-Präsident Heinz Käppeli vom Verein «Kunsti-Eglisee», der in Absprache mit dem Verein zur Erhaltung der Kunsteisbahn Eglisee den Absage-Entscheid traf.

Begründet wird dieser mit «den Auflagen des Kantons und mit den Kosten». Hier haben sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem die Bedingungen für die Festwirtschaft verändert. Weil da der Kanton gewisse Vorschriften macht, müsste der Veranstalter für Einrichtungen bezahlen, die er in den Jahren zuvor dank Beziehungen und privater Unterstützung gratis erhalten hat. Käppeli spricht von Mehrkosten in der Höhe von 3000 Franken. Das gewohnte und vom kantonalen Sportamt mitgetragene Defizit würde also noch höher ausfallen. «Wieso diese neue Auflage?», fragt er sich, «bis jetzt ging es ja auch ohne.»

Nichtraucherschutz gefährdet Fest

Der OK-Präsident befürchtet sogar, dass das letztjährige «Schruubedämpferlifest» überhaupt das letzte gewesen sei. Vielleicht ist bis im November 2010 das Problem um die Festwirtschaft gelöst, doch dann ist bereits das neue Beizengesetz in Kraft getreten, das auch ein Rauchverbot in Festhütten vorsieht, die nicht nach zwei Seiten offen sind. Da würden sich im November nur noch glühendste Eissportfreunde an den Tisch setzen.

Beim Basler Sportamt wird die Absage sehr bedauert. «Wir wollen, dass es diesen Anlass weiterhin gibt», sagt Sportamt-Vorsteher Peter Howald, «wir müssen zusammensitzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Die sind zu finden.»

Für dieses Jahr steht fest, dass die Saison auf der Kleinbasler Kunsti am 17. Oktober unspektakulär eröffnet wird.

www.kunschti-eglisee.ch

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