Schöngrün
Schon wieder ein Drogentoter in der Haftanstalt Schöngrün SO

In der Haftanstalt Schöngrün Solothurn ist nach zwei Jahren erneut ein Häftling gestorben. Die Hinweise deuten darauf hin, dass er gestrecktes Heroin konsumiert hat.

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Erst vor zwei Jahren starb in der Haftanstalt Schöngrün Solothurn ein Häftling an einer Überdosis Drogen. Der Häftling S.M. starb kurz nach seiner Einlieferung im Bürgerspital. Ob Drogen im Spiel gewesen sind, ist noch nicht klar, aber die Vermutungen weisen in diese Richtung.

S.M. wird der Konsum von Heroin nachgesagt. Wie ein Häftling gegenüber «Tele M1» am Telefon sagte, gab die Direktion noch am Abend vom Tod von S.M. eine Warnung an die Häftlinge heraus, in der sie dringend vom Drogenkonsum abratet, weil sie vermutet, das von S.M. konsumierte Heroin könnte mit Strychnin gestreckt gewesen sein.

Dabei handelt es sich um ein sehr giftiges Alkaloid, ein natürlich vorkommender Stoff, der früher als Rattengift verwendet wurde. Er führt bereits in kleinen Mengen zu Muskelstarre.

Die Haftanstalt Schöngrün wurde schweizweit bekannt, als ihr Direktor Peter Fäh abtreten musste, weil Häftlinge mit einer Minderjährigen sexuell verkehrt haben sollen.