Schöner Wohnen an der Goldwand

Siegerprojekt: In dieser Form sollen die vier verbundenen Baukörper mit acht Wohnungen an den Abhang an der Goldwand gestellt werden. (zvg)

Schöner Wohnen an der Goldwand

Siegerprojekt: In dieser Form sollen die vier verbundenen Baukörper mit acht Wohnungen an den Abhang an der Goldwand gestellt werden. (zvg)

«Herbstzeitlos» lautet der Titel des Siegerprojekts in einem kombinierten Architektur- und Investorenwettbewerb für eine Überbauung auf Gemeindeland an Ennetbadens Goldwand.

Andreas Tschopp

«Goldwand ist ein Begriff mit Tradition und Qualität», sagte der neue Gemeindeammann von Ennetbaden, Pius Graf, zur Eröffnung der Ausstellung über den von der Gemeinde durchgeführten Projektwettbewerb für Architekten und Investoren. Gegenstand dafür war das Grundstück, das die Gemeinde an der Goldwand bei der Abzweigung der gleichnamigen Strasse von der Hertensteinstrasse besitzt. Acht Teams wurden im Frühjahr eingeladen, ihre Vorschläge zur Überbauung der Hangparzelle am unteren Geissberg einzureichen. Die Vorgaben wurden im Sondernutzungsplan Goldwand definiert. Ende des vergangenen Jahres hat dann das Preisgericht sieben Projekte (ein Team aus Zürich stieg aus dem Wettbewerb aus) juriert.

Qualität vor Rendite gestellt

In einer ersten Runde schieden zwei Ideen wegen offensichtlicher «städtebaulicher und nutzungsmässiger Mängel» aus, wie es im Jurybericht heisst. Drei weitere Vorschläge fielen in der zweiten Runde aus dem Rennen, sodass am Schluss die Wahl zwischen «Archángeli» (Emmanuel Schoop Architekten und Wetter Immobilien, beide Baden) und «Herbstzeitlos» (Burkard Meyer Architekten, Baden, Feldmann-Immobilien, Muri) fallen musste. «Wir haben den Zuschlag dem Besten und nicht dem Meistbietenden gegeben», erklärte Hans Rohr als Präsident des Preisgerichts. Rohr verwies darauf, dass zuerst nach Qualitätskriterien geurteilt wurde und erst in der zweiten Runde die Couverts mit den Investorenofferten geöffnet worden seien. Bei der Bewertung des Angebots wurde dann die «vernünftige Mitte» gesucht. Dabei schwang «einstimmig», so Rohr, «Herbstzeitlos» obenaus.

Partnerschaft in Muri gestartet

Der Jurypräsident (selber Architekt) zollte dem Siegerprojekt seinen Respekt darüber, wie die «unheimlich schwierige Aufgabe», eine Baute aufzustellen am steilen Hang über dem Umfahrungstunnel, der nicht tangiert werden darf, gelöst wurde. Auch Gemeindeammann Graf drückte seine Begeisterung aus über den Entwurf und gratulierte dem Architekten Adi Meyer. Wie dieser ausführte, habe die Partnerschaft mit Feldmann-Immobilien bei einem Projekt in Muri begonnen und werde nun in Ennetbaden fortgeführt.

Gebaut wird an der Goldwand noch nicht sofort. Erst wird das Projekt, das bis 30. Januar im Foyer der Turnhalle ausgestellt ist, weiterentwickelt. Die Gemeinde hat ihr Land derzeit mit Fr. 200.–/m² in den Büchern. Ein Buchgewinn winkt.

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