Krimi
«Schock, Mitleid, Tiefpunkt»: Schweizer «Gähn»-Tatort spaltet die TV-Gemüter

Der neuste «Luzerner»-Tatort behandelt mit dem Schienensuizid ein äusserst heikles Thema. Dieses sorgte bereits im Vorfeld für Schlagzeilen

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Die Luzerner Tatort-Kommissare Liz Richard und Reto Flückiger im Einsatz

Die Luzerner Tatort-Kommissare Liz Richard und Reto Flückiger im Einsatz

SRF/Dani Winkler

Der Plot

Im zwölften Einsatz der Luzerner «Tatort»-Kommissare Liz Richard und Reto Flückiger schlägt ein Unbekannter auf der Frontscheibe eines Fernbusses auf. Der vermeintliche Selbstmord weckt beim Buschauffeur – einem früheren Lokführer – traumatische Erinnerungen an Schienensuizide und lässt ihn total ausrasten. Als sich der Fall als Mord herausstellt, beginnen die Luzerner Kommissare zu ermitteln.

Die Kritiken

Der Schweizer Tatort sorgt wie immer für viele Diskussionen.

«Zentralplus»

Fangen wir zuerst mit der Filmkritik des Innerschweizer Onlineportals Zentralplus an: «Dieser Sonntagabend-Krimi hatte fast alles, was ich mir für einen Tatort wünsche: Schock, Ekel, Mitleid, Ärger und ein Ermittlerteam mit sympathischen Figuren. Das passt. Richtige Begeisterung ist dann aber doch etwas anderes. Denn Spannung pur ist dieser Tatort nicht. Und dass die Psychiaterin den grössten Knacks hat – sowas von erwartbar», schreibt die Autorin.

«Spiegel»

Der deutsche «Spiegel» gibt dem Luzerner Tatort 7 von 10 Punkten. «Hier werden kompromisslos die Lebenden mit den Toten konfrontiert. Ein Tatort, der kein Wohlfühlende verspricht», so das deutsche Online-Portal. Kritisiert wird insbesondere Kommissar Flückiger: «‹Flück›, wie der Kommissar von seinem alten Kumpel genannt wird, sieht in diesem nachtschwarzen Tatort besonders blass aus. Einmal sagt er: ‹Vielleicht würde mir eine Therapie auch mal gut tun›.»

NZZ

Die «alte Tante» findet ebenfalls positive Worte: «Der zwölfte gemeinsame Fall ist ganz bemerkenswert, selbst wenn auch hier der Mörder irgendeine Rolle spielt, wenngleich nicht die wichtigste. Keine Spur also von der Behäbigkeit so mancher Fälle aus der Schweiz.»

«Tages-Anzeiger»

«Ein Sprung ins Verderben» ist für den «Tages-Anzeiger» die neuste Folge der Luzerner Kommissare. «Der Schweizer Tatort erreicht mit der Folge ‹Zwei Leben› einen Tiefpunkt – und das nicht, weil einer zu Beginn von der Brücke stürzt.»

Die Twitter-Reaktionen

Für manche Tatort-Zuschauer ist der Twitter-Feed spannender als der Film selbst. Hier einige ausgewählte Rückmeldungen zum Luzerner Tatort:

(amü)