Wegen des mehrstündigen heftigen Schneefalls kam es zu chaotischen Zuständen in der italienischen Hauptstadt. Im Bahn- und Flug- und Strassenverkehr gab es grosse Probleme. Die Armee räumte die Strassen. Schulen, viele Büros und Geschäfte blieben geschlossen.

Rom erlebte den heftigsten Schneefall seit Jahren. In der Nacht auf Montag fegte auch ein eisiger Sturm durch die Ewige Stadt. Einige Bäume stürzten um, Autos blieben wegen des Schnees stecken.

Freude für Bewohner und Touristen

Rettungsmannschaften waren im Dauereinsatz. Bei den Zügen kam es zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Auch der römische Flughafen Fiumicino war mit Schwierigkeiten konfrontiert. Bürgermeisterin Virginia Raggi rief die Römer auf, die Autos nicht zu nutzen.

Begeisterte Touristen fotografierten den Schnee, der über der Spanischen Treppe, dem Trevi-Brunnen und der Piazza Navona fiel. Das Kolosseum blieb geschlossen. Für Obdachlose wurden zusätzliche Unterkünfte zur Verfügung gestellt.

Viele Bürgerinnen und Bürger amüsierten sich in der seltenen Schneepracht: Vor dem Petersdom warfen Seminaristen Schneebälle, Kinder holten Schlitten heraus, Hunde spielten auf einem weissen Circus Maximus.

Viel Schnee in den Apenninen

Der Schnee sorgte auch im Erdbebengebiet rund um Amatrice für Probleme. Der Zivilschutz war am Montag im Einsatz, um der Bevölkerung Hilfe zu leisten. Auch im Süden wurde mit Schneefällen gerechnet.

Ganz Italien wurde - ebenso wie weiten Teilen von West-, Mittel- und Osteuropa - von der ungewöhnlichen Kältewelle getroffen. In der Apennin-Bergregion sollte es nachts bis zu minus 20 Grad kalt werden. Schnee in Norditalien ist nicht ungewöhnlich, im Süden und an den Küsten schneit es hingegen nur selten.