Winterwetter

Schnee-Chaos: Lage vor allem im Osten noch angespannt

Schnee vor dem Brandenburger Tor in Berlin lädt zum Skifahren ein

Schnee vor dem Brandenburger Tor in Berlin lädt zum Skifahren ein

Nach dem Schneechaos ist in Deutschland und Grossbritannien die Normalität zurückgekehrt. In Polen sind allerdings noch rund hunderttausend Menschen ohne Strom, und in einigen Teilen Tschechiens herrscht weiterhin Verkehrsnotstand.

Nach dem Abzug von Tief "Daisy" bringt jetzt Hoch "Bob" klirrende Kälte und lässt den Schnee gefrieren. Im Nordosten Deutschlands waren einige Strassen weiterhin gesperrt und Bahnstrecken unterbrochen. Einige Orte auf der Insel Rügen waren noch immer nicht erreichbar.

Auf Deutschlands grösstem Flughafen in Frankfurt kam es nur noch zu einzelnen Ausfällen und Verspätungen. Ursache waren Probleme auf anderen Flughäfen, etwa in London und Warschau.

Nach dem tagelangen Winter-Chaos in Grossbritannien gab es dort zwar immer noch Verkehrsbehinderungen, aber die meisten Strassen waren wieder frei. Nach und nach wurden auch mehr Zugverbindungen sowie Flüge wieder aufgenommen.

In Polen haben die Schneemassen zahlreiche Strommasten beschädigt, auch waren Leitungen gerissen. Am schlimmsten ist die Lage in Schlesien im Süden des Landes, wo 65'000 Haushalte teilweise seit Samstag keine Elektrizität haben.

Ein Kindergarten und ein Supermarkt mussten geschlossen werden, weil ihre Dächer unter der Schneelast zusammenzubrechen drohten. Das Dach einer leeren Eishalle brach bereits ein.

Wegen Schneeverwehungen kam es auch im tschechischen Zugverkehr teilweise zu mehrstündigen Verspätungen, von denen auch die Verbindungen nach Deutschland, Österreich und in die Slowakei betroffen waren.

In der spanischen Hauptstadt sassen auf dem Grossflughafen Barajas Tausende von Fluggästen fest, nachdem am Morgen 57 Flüge abgesagt worden waren. An den Schulen Madrids fiel der Unterricht aus.

In Frankreich waren im Südosten noch etwa 2400 Haushalte ohne Strom. Im Département Drôme dürfen Schul- und Reisebusse nicht mehr auf die Strasse. Zeitweise musste die Armee dabei helfen, Eingeschneite zu befreien. Sonst hat sich die Lage in Frankreich beruhigt.

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