Hausen

Schmalere Strasse, schöneres Dorf

Rege befahren: Der bis zu 13 Meter breite Querschnitt der Hauptstrasse in Hausen soll in der Dorfmitte enger werden und den Zentrumscharakter verstärken. H. P. W.

Hausen

Rege befahren: Der bis zu 13 Meter breite Querschnitt der Hauptstrasse in Hausen soll in der Dorfmitte enger werden und den Zentrumscharakter verstärken. H. P. W.

Das Dorfzentrum Hausen soll mit einem Strassenumbau aufgewertet werden. Die Pläne zur Aufwertung der Dorfmitte in Hausen stiessen an einer Orientierungsversammlung auf lebhaftes Interesse. Es gab kritische Fragen und überzeugende Antworten. S

Hans-Peter Widmer

Der Projektentwurf sieht vor, die Hauptstrasse zu verengen und die Gebäudevorplätze zu erweitern, die Einmündung der Holzgasse mit dem Knoten «Rössli» neu zu gestalten, die beiden Bushaltebuchten im Bereich «Huserhof» und «Huserforum» (Post) aufzuheben und die Busse auf der Fahrbahn halten zu lassen sowie im Bereich Dorfmitte, auf einer Länge von ungefähr 200 Metern, Tempo 30 einzuführen.

Erhoffte Wirkungen

Die Verschmälerung des stellenweise 13 Meter breiten Strassenraums auf einen Fahrbahn-Querschnitt von 5.50 Metern (plus befahrbare Rinnen von je 0,50 Meter) soll den Zentrumscharakter der Dorfmitte optisch aufwerten und zusammen mit der Temporeduktion den Verkehrsfluss verlangsamen. Die «Entschleunigungs»-Absicht würde zudem durch Pförtnertore am nördlichen und südlichen Rand des Dorfkerns sowie durch das Anhalten der Linienbusse auf der Strasse unterstützt. Es gäbe indes keine Fussgängerstreifen mehr in der Tempo-30-Zone. Von den Massnahmen verspricht man sich mehr Sicherheit für den Langsamverkehr - und eine abschreckende Wirkung auf den Durchgangsverkehr.

Dieser hat nach allgemeinem Empfinden seit der Eröffnung des Einkaufszentrums Seebli, auf dem Gemeindegebiet Lupfig, zugenommen. Weil für die künftige Verkehrssteuerung im Zentrum Brugg-Windisch auch eine Pförtneranlage auf der Umfahrung erwogen wird, zieht man in Hausen vermehrten «Schleichverkehr» durch das Dorf in Betracht. Dem möchte man entgegenwirken.

Information und Diskussion

Zu einer weiteren Orientierung über die Neugestaltung des Dorfzentrums konnte Gemeindeammann Brigitte Schnyder am Mittwochabend viele interessierte Einwohner begrüssen, auch Hans Thalmann, den Projektleiter von «Huse75» und früheren Stadtpräsidenten von Uster. Sie umriss die Ausgangslage und Ziele der Dorfmitte-Aufwertung. Die Metron-Verkehrsplaner Lukas Fischer und Ruedi Häfliger erläuterten den Projektentwurf und stellten sich den Fragen des Publikums. Es wurde lebhaft diskutiert. Das Projekt kam im Grossen und Ganzen nicht schlecht an - der Dorfarzt fand es genial -, doch überwogen zunächst kritische Fragen und Einwände. Vermehrte Verkehrsstaus und Luftverschmutzungen wurden befürchtet, wenn die Busse auf der Fahrbahn anhielten.

Ob und genau wie viele neue Parkplätze im Zentrum geschaffen würden, interessierte alte Geschäftsbesitzer. Ob grössere Fahrzeuge im Zubringerverkehr den schmäleren Rank beim Rössli noch erwischten, wurde auch gefragt. Und schliesslich: Ob sich Hausen die auf 1,6 Millionen Franken budgetierten Kosten für die erste Etappe und 0,8 Millionen für die zweite Etappe leisten könne.

Gemeindeammann Brigitte Schnyder fing die Anregungen und die kritischen Anmerkungen geschickt auf, indem sie Offenheit markierte. Den Entscheid durch die Gemeindeversammlung stellte sie auf Sommer 2020 in Aussicht.

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