Schrankenanlage
Schluss mit schrillen Pfiffen

Am 8. September soll die neue Schrankenanlage am Hengelweg in Würenlingen in Betrieb genommen werden. Dann gehören die durchdringenden Warnsignale der Züge der Vergangenheit an.

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Bahnübergang

Bahnübergang

Aargauer Zeitung

Michael Hunziker

Die lauten und schrillen Pfiffe der Züge - vor allem der modernen Thurbo-Gelenktriebwagen - zerren an den Nerven der Würenlingerinnen und Würenlinger. Trotz Ärger und Reklamationen: Laut SBB sind die Lokführer verpflichtet, Warnsignale vor unbewachten Bahnübergängen abzugeben. Und ein solcher befindet sich am Hengelweg. Bei der Lautstärke gibt es gemäss SBB Normen und bei neuen Fahrzeugen seien sogar verschärfte Vorschriften einzuhalten. Auch wenn die Pfiffe für Unmut sorgen können: Den Vorschriften und der Sicherheit müssten, so die SBB, erste Priorität eingeräumt werden.

Ursprünglich war geplant, den Bahnübergang am Hengelweg zu schliessen. Der Hintergrund: Laut Vorgabe des Bundes müssen die unbewachten Bahnübergänge in der Schweiz bis Ende 2014 aufgehoben oder gesichert werden. Da die Zwischenlager Würenlingen AG (Zwilag) auf die Zufahrt zur Umladestation und damit auf den Bahnübergang angewiesen ist, wird dieser instand gestellt und - auf Kosten der Zwilag - mit einer Schrankenanlage ausgerüstet. Bereits im letzten Jahr ist der Hengelweg in Absprache mit den SBB verbreitert und verlängert worden.

Die Vorarbeiten an der neuen Schrankenanlage haben begonnen. Laut Roman Marti von der SBB-Medienstelle wird zurzeit die Steuerung der Schranke durch das Stellwerk in Siggenthal-Würenlingen vorbereitet. Voraussichtlich ab Ende Juli werden die Schranken montiert. In Betrieb genommen werden soll die Anlage am 8. September.

«Sobald der Übergang mit einer Schranke ausgestattet ist, sehen die Sicherheitsbestimmungen keine Warnsignale mehr vor», hält Marti fest. Damit entspreche der Bahnübergang den neuen Vorgaben des Bundes. Anders gesagt: Die Anlage wird eine Entlastung für die gebeutelte Bevölkerung bringen. Auf Wunsch der Gemeinde bleibt der Bahnübergang weiterhin für Fussgänger und Velofahrer offen.

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