Schlossgarten

«Schlossgarten» hat Feuertaufe bestanden

Leckere Häppchen aus der Küche des neuen Schöftler Gastronomiebetriebs «Schlossgarten» im Schlosshof. (wpo)

Schlossgarten Schöftland

Leckere Häppchen aus der Küche des neuen Schöftler Gastronomiebetriebs «Schlossgarten» im Schlosshof. (wpo)

Auf diesen Moment haben in Schöftland viele gewartet; nun ist der «Schlossgarten» mit Bistro, Café, Bar und Gourmet-Abteilung offen. Christian Mitterbacher und Andrea Siebörger ist der Start geglückt. Am Samstag ist Tag der offenen Türe.

Peter Weingartner

«Bisher musste man Schöftland verlassen, um am Sonntag auswärts zu essen», sagt Gemeindeammann Hans Müller. Bauverantwortliche, Mieter, Nachbarn und Vertreter der Ortsbürgergemeinde Schöftland, die das Werk ermöglicht hat, feiern als erste Gäste bereits am Donnerstagabend. Gemeindeammann Hans Müller freut sich sichtlich. In den letzten zwei Jahren hätten vier Restaurants geschlossen, oder seien nur noch sporadisch geöffnet, sagt Müller. Das ist jetzt anders.

Alte Mauer als Relikt

Das Wetter feiert am Donnerstag mit: Zum Apéro im Schlosshof werden leckere Häppchen serviert, nachdem die gut 50 Gäste die Gelegenheit wahrgenommen haben, unter kundiger Leitung einen Rundgang durch die neuen Räume zu machen. Die alte Mauer, die den Café/Barbereich mit den beiden Stammtischen vom Gourmetteil abgrenzt, erinnert an die frühere Verwendung des Baus als Scheune. Neben der Dachkonstruktion ist sie einziges Relikt des alten Baus.

Im Bistroteil des Schlossgartens, der im Eckhaus untergebracht ist, gibts auch Mittagessen, am nächsten Montag zum Beispiel für 19 Franken Bachforellenfilet vom Grill auf Tomatenreis, dazu Suppe oder Salat. Täglich sind auch ein Vegi- und ein Fleischmenu auf der Karte.

Im Obergeschoss des Eckhauses lädt ein Säli für kleinere Gesellschaften wie Vorstandssitzungen eines Vereins. Prunkstück in der ehemaligen Scheune ist der Saal, Bürgersaal genannt als Hommage an die Ortsbürger: Bauherren und Geldgeber.

Tischgarnitur für den Wirt

Keine Übergabe und Eröffnung ohne Geschenke: Hans Müller verteilt Gutscheine für den Schlossgarten für die beiden Mieter in den Pförtnerhäusern und den vier Mietern in den Obergeschossen des neuen Eckhauses. «Dem Wirt kann ich nicht einen Gutschein geben; er müsste ja selber kochen», sagt Müller. Die Wirtsleute erhalten von der Gemeinde eine Tischgarnitur für den Weinkeller.

Hans Müller lässt die Baugeschichte Revue passieren. Seit dem Spatenstich bis zur Eröffnung sind 439 Tage vergangen. Der lange kalte Winter forderte die Bauleute heraus, vor allem für die Gestaltung des Schlosshofs durfte der Boden nicht gefroren sein. Für das gesamte Projekt samt Umbau der Pförtnerhäuser, wo ein Goldschmied und ein Brillengeschäft bereits drei Wochen arbeiten, hat die Gemeindeversammlung einen Kredit von 7,9 Millionen Franken gesprochen.

«Mitti» (Rufname des Wirts) habe den Architekten das Restaurant förmlich aus den Händen gerissen, sagt Architekt Dieter Fierz in seiner launigen Ansprache. Zeit also, die Löffel abzugeben und dem Fachmann zu überlassen. Dann gehts hinauf in den Bürgersaal. Da finden bis zu 80 Personen Platz; die quadratischen Vierertische lassen sich zu fünf 12-er-Gruppen formieren.

Der Beamer ist montiert

Mit Hochzeitsgesellschaften ist zu rechnen, zumal das Zivilstandsamt zum Schloss-Ensemble gehört. An einem der Originalbalken der Dachkonstruktion ist ein Beamer montiert. Auch die Leinwand ist bereits da. Der Wirt habe bereits Anfragen wegen Tagesseminaren erhalten, weiss Gemeindeschreiber Ruedi Maurer.

Gemeinderat Martin Hürzeler, präsident der Baukommission, weist vor dem Hauptgang darauf hin, dass das Werk von der Bevölkerung gewünscht und getragen werde und ist überzeugt, dass der «Schlossgarten» sich einen Namen über Schöftland hinaus machen werde. Da dürfte er nach dem ausgezeichneten «Testessen» vom Donnerstagabend wohl Recht bekommen. Christian Mitterbacher («Gault Millau»-Koch) und seine Mitarbeitenden verstehen ihr Metier.

Informationen unter: www.schlossgarten-schoeftland.ch.

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