Schloss Hallwyl

Schloss Hallwyl: Jetzt wehren sich auch die Aargauer Weinbauern

An einer neuen Veranstaltungsreihe im Schloss Hallwyl werden Bioweine aus dem Kanton Zürich ausgeschenkt. Das ist einigen Aargauer Weinbauern sauer ausgestossen.

Die Meldung in der AZ vom Mittwoch, wonach bei einer neuen Veranstaltungsreihe im kantonseigenen Schloss Hallwyl Produkte einer auf Bioweine spezialisierten Handlung aus dem Kanton Zürich degustiert werden sollen, ist einigen Aargauer Weinbau-Politikern in den falschen Hals geraten. Sie stellen politische Vorstösse in Aussicht.
«Da hat es mir glatt den Hut gelupft», ereifert sich Peter Wehrli (Küttigen), Präsident des Branchenverbandes Aargauer Wein und SVP-Grossrat, noch Stunden nach der Zmorge-Lek-
türe über das da Entdeckte. Schloss-Hallwyl-Kurator Thomas Frei stellte da seine neue Reihe «Le Premier - Kultur und Wein» vor und verriet, dass eine Firma aus Obfelden dazu Weine liefere.

«Völlig inakzeptabel», findet Wehrli. Sein Parteikollege und Aargauer-Wein-Geschäftsführer Pascal Furer (Staufen) doppelt nach: «Es kann doch nicht sein, dass der Kanton Geld für Standortförderung ausgibt und dann in einer Aargauer Anlage Auswärtige zum Zug kommen.»
Wehrli und Furer verweisen auf die Breite des Aargauer Weinangebots, «selbst im Bio-Bereich»: «In Wildegg hat das Museum Aargau ab 2011 sogar einen eigenen Weinberg.» Wehrli will heute Donnerstag entscheiden, ob er im Parlament einen Vorstoss einreichen will. (tf)

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