Kampfhunde

Schlechte Betreuung: Neues Heim für bissigen Waadtländer Pitbull

Ein Pitbull in einem Park

Ein Pitbull in einem Park

Der bissige Waadtländer Pitbull, der letzte Woche ein Baby angefallen hat, bekommt ein neues Zuhause. Nach einem Wesenstest und medizinischen Untersuchungen entschied der Kantonstierarzt, den Kampfhund bei einem neuen Besitzer unterzubringen.

Der Pitbull sei an sich nicht gefährlich, teilten die Behörden mit. Vielmehr hätten die Untersuchungen ergeben, dass die beiden Frauen, die für das Tier verantwortlichen waren, nicht fähig seien, einen solchen Hund zu betreuen.

Die Hundebesitzerin und die Frau, welche den Kampfhund ausgeführt hatte, dürften künftig keine potenziell gefährlichen Hunde mehr besitzen, hiess es weiter.

Laut Gesetz hätte die Hundehalterin eine Bewilligung für den Hund gebraucht, diese konnte sie aber nicht vorweisen. Das Tier war nach dem Angriff als nicht aggressiv eingestuft und vorerst an die Besitzerin zurückgegeben worden.

Am 9. Dezember hatte der Pitbull in Préverenges VD einen Knaben attackiert und am Auge verletzt. Das Kleinkind befand sich in einem Kinderwagen.

Dem elf Monate alten Baby geht es inzwischen besser: Es wurde am letzten Montag aus dem Spital entlassen und wird nun ambulant behandelt.

Die Waadtländer Sicherheitsdirektorin Jacqueline de Quattro schlug nach dem Vorfall verschiedene Massnahmen vor, um die Sicherheit zu verbessern. Unter anderem fordert sie ein Maulkorb-Obligatorium für potenziell gefährliche Hunde sowie einen Leinenzwang.

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