Seilbahnen

Schlecht geschlossene Klemme führt zum Absturz einer Seilbahngondel

Gondel der La-Videmanette-Bahn in Rougemont (Archiv)

Gondel der La-Videmanette-Bahn in Rougemont (Archiv)

Der Absturz einer Gondel der La-Videmanette-Bahn in Rougemont ist auf eine schlecht verschlossene Klemme an der Gondelaufhängung am Seil zurückzuführen. Die Bahnbetreiberin Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) begann mit der Umsetzung von Experten-Empfehlungen.

Die Experten nahmen die Bahn nach dem Absturz einer unbesetzten Gondel vom Samstagmorgen unter die Lupe. Die Absturzursache orteten sie in technischen Gründen und menschlichem Versagen, wie das Fremdenverkehrsbüro Gstaad-Saanenland Tourismus mitteilte.

Am Samstag um 11.33 Uhr ging bei der Seilbahn der Alarm los. Er zeigte ein Problem mit einer Kabine an, die gerade die Bergstation verlassen hatte. Ein Angestellter, der Nachschau hielt, sah nichts und liess die Bahn weiterlaufen. Er gab Bescheid, die betroffene Gondel solle an der Mittelstation aus dem Gondelkreislauf genommen werden.

Bei einem Masten löste sich dann die hintere Klemme, welche die Gondelaufhängung mit dem Seil verbindet. Dadurch wurde das Seil aus der Führung gerissen. Das Verbindungsstück zum Kabel löste sich und die Kabine stürzte 30 Meter tief ab. Die Seilbahn kam zu einem Nothalt.

Techniker hängten in der Folge das Seil wieder ein. 70 steckengebliebene Fahrgäste konnten zur Bergstation hinauffahren. Beim ganzen Zwischenfall seien nie Menschen gefährdet gewesen, sagte Bahndirektor Armon Cantieni.

Die Betreibergesellschaft begann nun mit der Umsetzung von Expertenempfehlungen. Das Seil wird auf mögliche Schäden hin geröntgt.

Das Vorgehen bei Problemen bei der Abfahrt wird angepasst: Defekte Kabinen werden sofort aus dem Verkehr gezogen und nicht erst an der nächsten Station. Beim Masten, wo die Kabine abstürzte, werden Reparaturen ausgeführt. Gemäss Cantieni geht die Bahn erst wieder in Betrieb, wenn alle Anpassungen vorgenommen sind.

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