Misshandlung
Schläge für seinen Hund: 20-jähriger Tierquäler muss um sein Leben fürchten

In den letzten Tagen kursierte ein Video im Internet, das einen 20-jährigen Deutschen zeigt, der seinen Hundewelpen brutal schlägt. Das Video löst eine regelrechte Hetzjagd aus.

Noëlle König
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Nachdem Tom J. ein Video von sich gepostet hatte, wie er seinen Hund schlägt, drohen ihm Anonyme, ihn so zuzrichten wie auf der Fotomontage links.

Nachdem Tom J. ein Video von sich gepostet hatte, wie er seinen Hund schlägt, drohen ihm Anonyme, ihn so zuzrichten wie auf der Fotomontage links.

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Ein junger Mann filmt sich selber dabei, wie er seinen Hundewelpen brutal schlägt. Immer wieder prügelt er auf dessen Kopf und Schnauze ein, beschimpft ihn und wirft ihn zu Boden. Alles, weil der junge Hund auf das Bett gepinkelt hat. Das Video schickt der junge Mann an seine Ex-Freundin. Diese erstattete Anzeige, die Polizei rettete das Tier und ermittelt wegen Tierquälerei.

Dies liegt laut der kölnischen Rundschau drei Wochen zurück. Letzten Donnerstag fand das Video dann seinen Weg ins Internet. Damit wurde eine regelrechte Hetzjagd ausgelöst.

«Todesstrafe für Tierquäler»

Seitdem nehmen die massiven Drohungen gegen den Hundeschläger bedrohliche Ausmasse an. In den Kommentaren zum YouTube-Clip ist unter anderem von Schlägertrupps, die «auf Besuch kommen», zu lesen.

Auf Facebook haben sich verschiedene Gruppen gebildet. Eine der Gruppen fordert Haft für den ehemaligen Hundebesitzer, eine andere sogar die Todesstrafe. Erstere nennt den jungen Mann auch mit vollem Namen, postet ein Foto mit der Überschrift «Tierquäler» und ein am Computer bearbeitetes Foto, das den Mann zeigt, wie er zusammengeschlagen aussehen könnte mit dem Kommentar «Like = 1 Schlag ins Gesicht; Kommi = Klatsche; Teilen = Eiertritt». Auch seine Adresse und die Privatnummer seiner Mutter wurden ins Netz gestellt.

Die Polizei reagiert auf die Drohungen gegen den Hundeschläger und empfiehlt ihm, unterzutauchen. Zudem seien inzwischen Aufforderungen veröffentlicht worden, die strafrechtlich zu bewerten sind und ebenfalls von der Polizei konsequent verfolgt werden, heisst es in einer Mitteilung.

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