Jurabergfest
Schicksal selbst in Hände nehmen

Selbstvermarktung – dies ist der Hauptgrund für das erste Jurabergfest auf der Hinteren Schmiedenmatt oberhalb von Herbetswil. Das Fest an diesem Samstag ist aber auch als Dank für die treue Kundschaft gedacht.

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Hintere Schmiedenmatt

Hintere Schmiedenmatt

Solothurner Zeitung

Fabian Muster

«Wir wollen die Gegend selber vermarkten», nennt Margrit Heer den Hauptgrund für das erste Jurabergfest von heue Samstag auf der Hinteren Schmiedenmatt. Der Berggasthof liegt auf der ersten Jurakette zwischen dem Oberaargau und dem Bezirk Thal oberhalb von Herbetswil. Man werde daher vom Naturpark Thal, aber auch von der touristischen Interessengruppe aus dem Oberaargau immer wieder finanziell angegangen, so die Wirtin. «Da dachten wir, dass wir mit diesem Geld besser selbst etwas auf die Beine stellen könnten.»

Gesagt, getan. Mit «Wir» sind sechs Berggasthöfe gemeint, die sich zur Organisation des Anlasses zusammengeschlossen haben. Dies sind nebst der Hinteren Schmiedenmatt (auf Gemeindeboden Herbetswils) die Vordere Schmiedenmatt (Farnern), das Hofbergli (Günsberg), der Farnerer Stierenberg, die Hinteregg (Rumisberg) und die Buchmatt (Wolfisberg).

Zwei Feste am gleichen Ort

Schon seit Langem trifft man sich rund einmal pro Jahr zum Austausch. Dabei werden Spezialanlässe wie Metzgete, Grillplausch oder Brunches koordiniert, so dass es nicht zu Terminüberschneidungen kommt. Zudem wurde ein gemeinsamer Wegweiser in Farnern erstellt, auf dem ersichtlich ist, wann welches Bergrestaurant geöffnet hat.

«So kamen wir auch auf die Idee, einen gemeinsamen Anlass zu organisieren», sagt Heer. Anfangs dachte man nur an ein Hirtenfest. Doch damit hätte man zu wenig Leute angesprochen. So war die Idee des Jurabergfestes geboren. Nebst den neuen Gästen soll auch der treuen Kundschaft etwas geboten werden.

Wie viele Besucher man erwartet, ist gemäss Margrit Heer unklar. Parkplätze seien aber genügend vorhanden. Die Zufahrt ist in Herbetswil vom Thal her und in Farnern vom Oberaargau her gekennzeichnet. «Ob es eine weitere Auflage gibt, sehen wir dann nach dem Fest», sagt Heer. Angedacht ist schon einmal, dass das Fest jedesmal auf einem anderen Hof stattfindet.

Zur ersten Durchführung hat sich die Hintere Schmiedenmatt angeboten, weil am Sonntag zusätzlich das traditionelle Bergfest des Musikvereins Herbetswil ausgetragen wird. Da können gleich beide Organisatoren das extra aufgestellte Festzelt bei schlechter Witterung nützen. Damit wird das Budget tief gehalten. «Ein paar Sponsoren konnten zwar gefunden werden, trotzdem haben wir vieles selbst gemacht», betont Heer.

Festen am Samstag und Sonntag

Das Jurabergfest beginnt heute Samstag um 10 Uhr mit der Musikgesellschaft Farnern. Anschliessend sagt Peter Brügger vom Solothurner Bauernsekretariat etwas zum Gebiet, wo die sechs Höfe beheimatet sind. Ein weiteres Highlight ist der Sechsspänner der Brauerei Feldschlösschen, der zwischen 14 und 16.30 Uhr vor Ort ist.

Am Nachmittag spielen die «Örgelifründä Buchisiberge» und die Treichlergruppe Edelweiss. Am Abend treten die jungen Thaler «Örgelimanne» und das Alphorntrio Horngraben auf. Den ganzen Tag ist für Speis und Trank gesorgt. Nebst einer Tombola und einer Zeltbar gibt es für Kinder auch einen Spielplatz.

Morgen Sonntag findet traditionelle Bergfest des Musikvereins Herbetswil am selben Ort statt. Um 10.30 Uhr ist die Festwirtschaft offen, um 11 Uhr startet der Berggottesdienst mit Pater Paul, dem Spitalpfarrer aus Olten. Der Jodlerklub Rosinlithal hält die Jodlermesse, ab Mittag sorgen die Oegerliboys Thal-Gäu für Unterhaltung.

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