Dieses Wochenende massen sich die Lawinenhunde und ihre Führer auf dem Muottas Muragl im Oberengadin. Dabei gilt es zwei Prüfungen zu bestehen: Bei der Grobsuche müssen die Teams innerhalb von 20 Minuten zwei eingegrabene Personen genau orten und anzeigen. Letzteres ist dann der Fall, wenn der Hund "ununterbrochen gräbt bis der Hundeführer an Ort und Stelle eintrifft", wie den Anforderungen der Lawinenhunde Schweizer Meisterschaft zu entnehmen ist.

Hund und Führer müssen dabei ein Gebiet von rund 9000 Quadratmetern absuchen, in welchem die Verschütteten unter einer Schneedecke von mindestens einem Meter liegen.

Zuvor muss aber der Hundeführer seine Kenntnisse unter Beweis stellen: Die Lawinenkunde wird mit zehn zufällig ausgewählten Fragen geprüft. Danach folgt die Einschätzung der Lage und die Auswahl der besten Suchtaktik. Dabei helfen Zeugenaussagen und eventuell gefundene Gegenstände.

Bei der Feinsuche in einem separaten Schneefeld muss der Lawinenhund nach einem bestimmten Schema, einem feinmaschigen Zick-Zack-Kurs, eine Fläche von rund 50 auf 50 Metern absuchen und innerhalb von zehn Minuten einen verwitterten Rucksack orten und zusammen mit dem Führer ausgraben.

Mit "Janus von Sempach Station" standen "Ismir vom Kistenstein" mit Führer Stefan Steiner (GR), und "Cachou von der Abendweid" mit Werner Furrer (ZH) auf dem Podest. Wie Janus sind auch Ismir und Cachou belgische Schäferhunde. Titelverteidigerin Orina von der Gletscherhöhle mit Walter von Allmen (BE) wurde dieses Jahr 9.