Ausnahmslos alle Fahrgäste verfügten in sämtlichen aus der Schweiz abgehenden internationalen Zügen über Sitzplätze, sagte SBB-Sprecher Renzo Cicillini gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das kam aufgrund der zwingenden Sitzplatzreservation zustande. Wie Cicillini erklärte, ermöglicht die Reservation der SBB den gezielten Einsatz ihres Rollmaterials.

Bei den in die Schweiz einfahrenden Zügen aus allen Nachbarländern war die Lage hingegen nicht so komfortabel. Zwar mussten sich die Passagiere nicht gerade auf den Toiletten drängen, sagte der Sprecher. Viele hätten aber im Stehen ausharren müssen.

Nach dem Samstag führte die SBB auch am Sonntag praktische alle internationalen Züge im Nord-Süd-Verkehr doppelt. Die Züge der Deutschen Bahn nach Stuttgart und München verstärkte die SBB weiterhin mit eigenen Wagen. Auf diesen beiden Linien war als einzige Ausnahme keine Sitzplatzreservation erforderlich.

Die TGV von Genf nach Paris verkehrten ebenfalls doppelt. Normal war der TGV-Betrieb von Zürich und Bern aus. Auch die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Genf und Marseille fuhren wieder.

Im nationalen Verkehr war bei der SBB alles unter Kontrolle, wie Cicillini weiter sagte. Sitzplatzreservationen waren nicht nötig, innerhalb der Schweiz gab es keinerlei Einschränkungen.

Neben dem Passagieraufkommen musste die SBB am Wochenende auch viele Anfragen bewältigen. Mit je 11'000 Anrufen am Freitag und Samstag riefen mehr als doppelt soviele Ratsuchende an, wie an normalen Tagen.