Umweltkatastrophe

Sandsäcke sollen Ölteppich vor Küste Louisianas stoppen

Sandsäcke sollen Küste im Golf von Mexiko schützen

Sandsäcke sollen Küste im Golf von Mexiko schützen

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko haben die Rettungskräfte weitere verzweifelte Versuche zum Schutz der Küsten unternommen. Von Militärhelikoptern aus warfen sie tonnenweise Sandsäcke vor der Küste in den Golf, um den Ölteppich zu stoppen.

Im nahegelegenen Port Fourchon stellten Experten des britischen Ölkonzerns BP unterdessen eine kleine Stahlglocke fertig, die sie über das Ölleck in 1500 Metern Tiefe stülpen wollen.

Es handelt sich um eine kleinere Version der riesigen Stahlkuppel, mit der die Experten am Wochenende gescheitert waren. BP hofft, dass sich in der kleineren Konstruktion nicht wie in der zunächst eingesetzten Stahlglocke Eiskristalle bilden, die das Abpumpen des Öls verhinderten.

Ungeachtet der drohenden Umweltkatastrophe durch die Bohrinsel-Explosion vor rund drei Wochen sieht ein neuer Gesetzentwurf weitere Ölbohrungen vor der US-Küste vor.

Allerdings plant die Gesetzesinitiative des demokratischen Senators John Kerry und seines unabhängigen Kollegen Joe Lieberman zusätzliche Schutzmassnahmen, wie US-Medien berichteten. Unter anderem sollen Bundesstaaten ein Vetorecht bei Bohrungen vor ihren Küsten erhalten.

Laut einem weiteren Gesetzesentwurf, den das Weisse Haus am Mittwoch vorgelegt hat, sollen zudem die Ölkonzerne stärker zur Kasse gebeten werden. Künftig sollen sie 9 US-Cent pro Barrel geförderten Öls in einen Sonderfonds einzahlen, der im Unglücksfall Geld zur Bekämpfung von Ölkatastrophen bereitstellt.

Bislang zahlen Konzerne 8 Cent pro Barrel in den Fonds ein. US-Präsident Barack Obama will überdies die Obergrenze für Auszahlungen aus diesem Topf von einer Milliarde Dollar auf 1,5 Milliarden Dollar erhöhen. "Wir werden aggressiv auf volle Entschädigung durch BP und andere Verantwortliche drängen", kündigte das Weisse Haus an.

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