Die Salpeterer waren eine Berufsgruppe, die vor allem im Hotzen- und Schwarzwald tätig war. Sie hatten das Recht, in den Viehställen den Kalksalpeter von den Wänden zu kratzen und in einem holz- und zeitaufwendigen Verfahren in Schiesspulver, Pökelsalz, Dünger sowie Scheidewasser zur Trennung von Silber und Gold zu verarbeiten.

Politisch bekannt wurden die Salpeterer im 18. Jahrhundert durch ihren zähen Kampf für die Freiheit. Im Kampf gegen die Leibeigenschaft und Machtbestrebungen des Klosters St. Blasien opferten Bauern aus der ehemaligen vorderösterreichischen Grafschaft Hauenstein Hab und Gut, Leib und Leben.

An einem Fastnachtssonntag im Jahre 1746 fand in Hellikon eine Salpetererjagd statt. Lothar Lüber aus Bernau ist bester Kenner dieser Geschichte und erzählt im Rahmen eines von der Kulturkommission organisierten Vortrags aus dieser spannenden Zeit und zeigt zeitgenössisches Bildmaterial. Zusammengestellt wurde der Vortrag nach Gerichtsakten vom Generallandesarchiv Karlsruhe. Das bewegende Schicksal der Salpetererfamilie Hottinger ist Thema dieses Vortrages. Zu dessen Vorfahren zählen auch weitere Salpetererführer, die wegen ihres aufrührerischen Verhaltens mit dem Schwert erschlagen wurden, am Galgen starben, oder mitsamt ihrer Familie in der Verbannung endeten. (az)

Die Salpetererfamilie Hottinger

Vortrag über eine Familie, die auch in Hellikon ihre Spuren hinterliess. Am 26. März um 20 Uhr in der Turnhalle Hellikon. Der Eintritt ist frei.