Es ist das Schokoladen-Paradies, und die Menschen haben es gefunden: Rund 130'000 Besucher strömen zum 23. Salon du Chocolat in Paris, der noch bis Mittwoch dauert. An fünf Tagen präsentieren über 200 Schokoladenmacher aus 60 Ländern ihre Produkte.

Länder mit hoher Schokolade-Reputation wie Belgien und die Schweiz sind dabei in der Unterzahl. Es sind nicht die ganz grossen Betriebe, die am Salon ausstellen, sondern vielfach kleine Manufakturen. Die Chocolatiers kommen von der Pazifikinsel Vanuatu ebenso wie aus Hawaii, Peru, Kolumbien oder Vietnam. Aus der Schweiz ist nur eine Handvoll Teilnehmer dabei, darunter Ragusa.

Viel Platz nehmen die einheimischen Confiseure ein. Sie sind beim Publikum besonders beliebt. Die Stars der Szene werden empfangen wie Popstars: Bedrängt von der Menge, posieren sie für Selfies oder signieren Bücher.

Auch die Japanischen Confiseure sind zahlreich präsent – schon fast eine Tradition am Salon. Macarons mit Wasabi, Mandeln mit schwarzem Sesam ummantelt, Pralinen mit Yuzu-, Saké- oder Soja-Füllung – die Japaner entwickeln die französische Confiserie-Tradition kreativ weiter.

Den Auftakt des Salons markierte am Donnerstagabend eine süsse Modeschau. 15 fantasievolle Kleidchen aus Schokolade trugen die Models über den Laufsteg und brachten die Zuschauer zum Schmelzen.

Der Salon ist aber nicht nur visuell ein Höhepunkt: Die Aussteller laden die Besucher ein, ihre Schokoladen zu degustieren. So kann sich jeder eine eigene Meinung darüber bilden, ob etwa Schokolade mit eingearbeitetem Bier gut schmeckt. (mwa)