In der ökumenischen Fastenzeit vor Ostern sammeln Pfarreien und Kirchgemeinden in der Schweiz Spenden für Benachteiligte im Süden. Damit finanzieren und begleiten Fastenopfer und Brot für alle Projekte in Entwicklungsländern. Einzelne Pfarreien sammeln dabei gezielt für ein konkretes Projekt. So haben die Pfarrei Affoltern am Albis zusammen mit den reformierten Kirchgemeinden Aeugst, Affoltern, Hedingen, Obfelden und Ottenbach entschieden, mit der Hälfte der gemeinsamen ein Fastenopfer-Projekt für Bauernfamilien in Burkina Faso zu unterstützen. Die andere Hälfte kommt Brot für alle zu Gute.

Ernährungssicherung und ökologisches Gleichgewicht fördern

Die Provinz Bam im Nordwesten ist die trockenste und ärmste Gegend von Burkina Faso. Ungefähr die Hälfte des Bodens ist durch Abholzung, Austrocknung und Überweidung ausgelaugt. Seit 2005 arbeitet Fastenopfer hier in acht Dörfern mit der Organisation Soutong-Nooma zusammen. Ausgehend vom innovativen Geist und den Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner, welche sich in Dorfgruppen organisieren, erreicht das Projekt mehr Unabhängigkeit und eine Verbesserung der Lebensbedingungen.

Die Bäuerinnen und Bauern erhalten Ausbildung mit dem Ziel, ihre landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen und die Böden fruchtbarer zu machen. Es wird unter anderem lokales Saatgut verwendet, das im trockenen Klima besser gedeiht. Auch die Tierhaltung wurde durch den gegenseitigen Austausch der Gruppen verbessert. Seitdem die Frauen aktiver in die Entscheidungsprozesse einbezogen wurden, verbesserte sich deutlich die Verwaltung der Ernte und der Haushaltbudgets.

„Solidarisch auch in Krisenzeiten"

Dieses Projekt zeigt eindrücklich die Arbeitsweise des Fastenopfers: Statt mit Nothilfe neue Abhängigkeiten zu schaffen, verbessern die Menschen ihre Situation selber. Antonio Hautle, Direktor des Fastenopfers, zeigt sich beeindruckt von der Unterstützung für die Projekte und unterstreicht die Bedeutung für die Menschen vor Ort: „Ich bin dankbar und stolz auf unsere Pfarreien, unsere Spenderinnen und Spender. Auch in Krisenzeiten sind sie solidarisch mit den Benachteiligten, Unterdrückten und Armen. Nur so können wir gemeinsam die Ungerechtigkeit, Armut und Not der Menschen überwinden."