Rummel um Hai-Fänger

Rummel um Aargauer Hai-Fänger

Der alte Mann und der Fisch: Joe Waldis und sein 480-Kilo-Hai. Mit von der flotten Angelpartie war auch noch ein zweiter Aargauer, wie sich jetzt herausstellte.

Hai

Der alte Mann und der Fisch: Joe Waldis und sein 480-Kilo-Hai. Mit von der flotten Angelpartie war auch noch ein zweiter Aargauer, wie sich jetzt herausstellte.

Wer sagts denn: Die Aargauer fangen gerne gaaanz grosse Fische. Beim grossen Hai-Fang, den Joe Waldis aus Remetschwil vor der Küste Irlands machte, war mit Sepp Engel aus Ennetturgi ein zweiter Aargauer aus der Region dabei.

Millionen von Fischern warten darauf, einen solchen Rekord-Fang zu machen. Bei uns hat einfach alles gepasst», blickt der 70-jährige Joe Waldis aus Remetschwil zurück auf das Ereignis vor einer Woche in der irischen See, das über das Wochenende für Schlagzeilen in der Schweiz gesorgt hat. Waldis hat damals den grössten Hai Europas, einen 480 Kilogramm schweren und 3,9 Meter langen Stumpfnasenhai, gefangen («Sonntag» vom 21. Juni).

Wie Waldis erzählt, hätten sie an jenem Dienstag den ganzen Morgen nach anderen Fischen wie Rochen Ausschau gehalten, ehe Skipper Luke Aston sein Boot, die «Clare Dragoon» - benannt nach dem dortigen Küstenabschnitt -, vor der Co-Clare-Klippenküste ankern liess. Aston hatte dort in der Mündung des Shannon schon einmal einen grösseren Hai an der Angel gehabt, diesen aber nicht zu fassen gekriegt. Waldis und seinen zwei Kollegen war nun mehr Glück beschieden. Mit vereinten Kräften konnten sie den Hai am Boot festbinden. Mit dem vertäuten Hai fuhren sie in den Hafen von Carrigaholt zurück, von wo sich die Meldung vom Rekord-Fang wie ein Lauffeuer in Fischerkreisen und in der irischen Presse verbreitete.

Nicht bekannt war bisher, dass beim Rekord-Fang ein zweiter Aargauer dabei war. Es handelt sich um Josef (Sepp) Engel (62) aus Ennetturgi. «Wir kamen fast nicht mehr zum Fischen nach dem grossen Fang», erinnert sich Engel, der zum dritten Mal mit Waldis und einem weiteren Kollegen aus dem Kanton Schwyz eine Woche Hochseefischerei gebucht hatte. Die drei kennen sich aus der Bankenwelt. Er habe nach 40-jähriger Tätigkeit schon vor 13 Jahren aufgehört, als der Computer im Börsenhandel Einzug gehalten habe, sagt Waldis, der einige Jahre in Irland gelebt hat, ehe er mit seiner Frau nach Remetschwil zog. Dort war der Rekord-Fischer bisher nicht sehr bekannt. Das dürfte sich nun ändern.

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