50 753 Tonnen Elekroschrott seien im letzten Jahr gesammelt worden, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Von jährlich 1,72 Millionen verkauften PC gelangten 85 Prozent zu den Abgabestellen, von jährlich 2,8 Millionen verkauften Handys aber nur 15 Prozent.

Deshalb wird gemäss Swico-Geschäftsführer Paul Brändli in diesem Jahr das Handy-Recycling verstärkt. Es müsse so selbstverständlich werden wie das Altpapier-Sammeln.

Acht Millionen Mobiltelefone oder 1000 Tonnen nicht rezyklierte Wertstoffe lägen ungenutzt in Schweizer Schubladen, sagte Brändli. Dabei wäre die Rückgabe der nicht gebrauchten Handys von grossem Nutzen für die Umwelt.

Etwa 40 Prozent des Materials lasse sich wieder verwerten. 50 Prozent könne verbrannt und als Energiequelle genutzt und 10 Prozent müsse als Schadstoffe speziell entsorgt werden.

Am nationalen Aktionstag "Wahre Werte" der Stiftung Pusch (Praktischer Umweltschutz Schweiz) vom 15. und 16. Mai werden voraussichtlich in etwa 250 Gemeinden spezielle Sammelbehälter für nicht mehr gebrauchte Mobiltelefone aufgestellt.

Ausserdem wird den Schulen im nächsten Schuljahr ein Unterrichtsdossiers angeboten, das nicht nur über den sinnvollen Gebrauch, sondern auch über die Entsorgung von Handys informiert.

Die seit 15 Jahren in der Schweiz von Swico Recycling durchgeführte Entsorgung von elektronischen und elektrischen Geräten wird durch eine vorgezogene Recyclinggebühr finanziert. Die Abgabe der Altgeräte bei Sammelstellen und Händlern ist kostenlos.

Seit 1994 wurden 350 000 Tonnen Elektroschrott gesammelt, verwertet und in den Produktkreislauf zurückgeführt. Die Rücklaufquote sei in der Schweiz mit 85 Prozent im Vergleich zum Ausland "sehr hoch".