Rückzug ist definitiv

Die Würfel sind gefallen, die erste Mannschaft des FC Leibstadt hat ausgespielt. Der Vorstand des Aargauischen Fussballverbands hat entschieden, dass die 2.-Liga-Equipe vom Spielbetrieb ausgeschlossen bleibt.

Drucken
Teilen
Rückzug ist definitiv

Rückzug ist definitiv

Andreas Fretz

Am Montag kurz vor Mitternacht fiel die Entscheidung. Bei der ausserordentlichen Vorstandssitzung des Aargauischen Fussballverbands (AFV) waren sämtliche Vorstandsmitglieder des FC Leibstadt einzeln angehört worden. Danach war klar: Der Rückzugsentscheid, der am 18. März von Leibstadts Vorstand gefällt wurde, hat Gültigkeit.

Die Anhörungen ergaben, dass der Verein aktuell nur noch über fünf Vorstandsmitglieder verfügt. Lange Zeit herrschte darüber Unklarheit. Die Abstimmung vom 18. März über den Rückzug der Mannschaft ist somit mit 3:2 ausgefallen. Der Brief mit der Bitte um Rückzug des Rückzugs, der tags darauf dem AFV übergeben wurde, ist allerdings auch von drei Vorstandsmitgliedern unterschrieben. Der AFV sagt dazu: «Es liegt in der Natur der Sache, dass die einzelnen Vorstandsmitglieder hin- und hergerissen waren. Dies äussert sich darin, dass ein Vorstandsmitglied für den Rückzug der Mannschaft gestimmt, dann aber auch das Schreiben mit dem ‹Rückzug vom Rückzug› mitunterzeichnet hat. Es wäre ungerecht, den schwarzen Peter nun einzelnen Vorstandsmitgliedern zuweisen zu wollen. Der Vorwurf ist denjenigen zu machen, die ihren Vorstand mit ihrem Verhalten in die vorliegende schwierige Situation geführt haben.» Sprich: den Spielern.

Nächste Saison 3. Liga

Der erste Absteiger aus der 2. Liga steht somit schon Mitte Saison fest. Präsident Peter Richard würde es begrüssen, «wenn sich die 6 bis 8 absolut integren Spieler für den Rest der Saison der zweiten Mannschaft anschliessen». Vereinswechsel sind bis zum 31. März möglich. In der nächsten Saison darf Leibstadt ein 3.-Liga-Team stellen. Trainer Bouhessa erhält weiterhin seinen Lohn und arbeitet als Assistent der zweiten Mannschaft (4. Liga).

Die Stimmung im Verein ist allerdings nach wie vor vergiftet. Die Fronten sind verhärtet. Vizepräsident und Vereins-Urgestein Marc Keller sagt: «Ich kann den Entscheid nicht nachvollziehen. Die Spieler sind masslos enttäuscht.» Eine Rekursmöglichkeit besteht nicht. Von einem Rücktritt will Keller nichts wissen: «Ich kann den Verein jetzt nicht im Stich lassen.» Richard hat angekündigt, dass er den Kontakt zu den Integrationfiguren im Verein – Besim Golaj (Sportchef) und Faik Golaj (ehemaliges Vorstandsmitglied) – suchen will.

Aktuelle Nachrichten