Rückenstärkung Jurapark Aargau
Rückenstärkung für den Jurapark Aargau

Der Verband oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine zeichnet die Schaffer des Juraparks Aargau für deren Engagement zugunsten der Natur aus.

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Jurapark Aargau

Jurapark Aargau

Schweiz am Sonntag

Susanne Hörth

Was gibt es Treffenderes, als einen Preis, der im Zusammenhang mit der Natur steht, auch in derselben zu vergeben? Bei eisig kalten Graden versammelte sich am späten Freitagnachmittag eine Gruppe Personen bei der Waldhütte Galten oberhalb von Gansingen.

Eingeladen hatte der Verband oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine (VONV) zur Übergabe des Naturschutzpreises 2009. Der Verband hatte in den vergangenen Jahren Personen und Gruppierungen ausgezeichnet, die sich in besonderem Masse für den Erhalt der Natur verdient gemacht haben. Und genau dieses Ziel hat auch der Jurapark Aargau.

Der Naturschutzpreis

Der Verband oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine vergibt seit elf Jahren den Naturschutzpreis. Ausgezeichnet mit dem Wanderpreis in Form eines aufgeschnittenen Ammoniten werden jeweils Personen oder Institutionen, die sich im besonderen Masse für den Erhalt und die Förderung der Natur verdient gemacht haben. Zusätzlich zum Preis unterstützt der VONV-Vorstand die Ausgezeichneten mit einem Einsatz. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem die Forstbetriebe im VONV-Gebiet, die Jugendgruppe Naturhüpfer Etzgen, die Biobetriebe im VONV-Gebiet, die Waldspielgruppen Gansingen und Schwaderloch sowie verschiedene Einzelpersonen ausgezeichnet. (SH)

Treffend wie der Übergabeplatz in der freien Natur ist auch der Preis selbst. Der aufgeschnittene Ammonit stammt aus diesem Gebiet, erklärte Meinrad Bärtschi vom VONV. Die Geologie sei etwas vom Wertvollsten, womit der Jurapark aufgewertet werde, zeigte sich der Redner überzeugt.

Mit der Verleihung des Naturschutzpreises 2009 an den Jurapark Aargau würdigt der VONV die Leistungen, welche die Trägerschaft auf dem Weg zum regionalen Naturpark bereits erbracht hat. «Die Auszeichnung anerkennt die mit der Parkerrichtung verbundene Verpflichtung für den Erhalt und die Aufwertung von Natur und Landschaft.» Bärtschi betonte aber weiter, dass der Naturschutzpreis mit der Erwartung verbunden sei, dass die natürliche Vielfalt auch in der Umsetzung ein wesentlicher Schwerpunkt des Jurapark Aargau bleibe.

Die PArkeverordnung des Bundes schreibt vor, dass zu den Zielen eines regionalen Naturparks insbesondere auch die Aufwertung und Vernetzung der schützenswerten Lebensräume einheimischer Tier- und Pflanzenarten gehöre. Entsprechende Teilprojekte sind im Jurapark Aargau bereits in der Umsetzung. Im laufenden Jahr wurde unter anderem die Artenförderung «Dreigespanne im Dreiklangland» gestartet.

Wie Meinrad Bärtschi dazu ausführte, wurden für diese Artenförderung Massnahmen für die Küchenschelle, die Geburtshelferkröte (Glögglifrosch) und den Gelbringfalter entwickelt und umgesetzt. «Mit der Vernetzung naturnaher Lebensräume sollen Lücken erkannt und geschlossen werden», zeigte Bärtschi ein wichtiges Ziel des Juraparkes für die Aufwertung der Natur auf.

Bärtschi hob in seiner Rede insbesondere die initiativen Personen hervor, welche hinter dem Vorhaben Jurapark Aargau stünden. «Peter Bircher als die eigentliche Lokomotive von Dreiklang hat die zahlreichen Aktivitäten erst ins Rollen gebracht. Geri Hirt, der Präsident der Trägerschaft dreiklang.ch, hat die Parkidee in die Errichtungsphase geführt. Und Geschäftsführer Daniel Schaffner hat gemeinsam mit anderen Beauftragten in grosser Arbeit die Voraussetzungen für eine Parkkandidatur geschaffen.»

Dreiklang-Präsident Geri Hirt dankte für die mit dem Naturschutzpreis verbundene grosse Würdigung und Anerkennung des Juraparks Aargau. «Wir haben mit dem Preis aus dem Fricktal ein Aushängeschild für den Naturpark und eine Rückenstärkung für unser Schaffen erhalten.»