Die von dem Zyklon ausgelösten Überschwemmungen setzten im Zentrum Mosambiks demnach ganze Landstriche unter Wasser und beschädigten zahllose Häuser.

Helfer bemühten sich am Dienstag weiter, das ganze Ausmass der Krise zu bewerten und mehr Unterstützung in das Katastrophengebiet zu bringen. Amnesty International forderte die internationale Gemeinschaft auf, mehr Mittel für die Zyklon-Opfer bereitzustellen.

In der Provinz Sofala und der Hafenstadt Beira mit rund 500'000 Einwohnern gab es weiterhin keinen Strom, kein Kommunikationsnetz und keine reguläre Trinkwasserversorgung. Der Stromversorger EDM erklärte, es gebe keinen Kontakt zu den Teams vor Ort. "Deswegen können wir auch nicht vorhersehen, bis wann die Versorgung wiederhergestellt werden kann", sagte Sprecher Moises Mabunda.

Das sind die verheerenden Auswirkungen des Zyklons «Idai»

Das sind die verheerenden Auswirkungen des Zyklons «Idai»

Der schwere tropische Wirbelsturm fordert vermutlich bis zu 1000 Todesopfer. Er hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Das Rote Kreuz hatte zuvor gewarnt, dass rund 90 Prozent von Beira schwer beschädigt oder zerstört seien. Die Hafenstadt ist wegen der Überschwemmungen nur noch aus der Luft zu erreichen. Ein Nothilfeteam von Ärzte ohne Grenzen sollte dort am Dienstag eintreffen, um medizinische Hilfe zu leisten und bei der Trinkwasserversorgung zu helfen. Die EU stellte 3,5 Millionen Euro Soforthilfe bereit.

Mosambiks Präsident Filipe Nyusi hatte am Montag gewarnt, infolge des Zyklons könnte es mindestens 1000 Todesopfer geben. Offiziell gingen die Behörden zunächst weiter von 84 Toten aus.

Der Zyklon mit der Stärke vier von fünf war in der Nacht zum Freitag mit Windböen von bis zu 160 Kilometer pro Stunde vom Indischen Ozean her kommend in der Nähe von Beira auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten und massive Überschwemmungen. "Idai" schwächte sich über Land ab und zog weiter ins nahe Simbabwe. Dort kamen 98 Menschen ums Leben.