Rohr Kehricht
Rohr hat sich «entrümpelt»

Die allerletzte Müllabfuhr der Gemeinde sprengte sämtliche Rekorde.

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Rohr hat sich «entrümpelt»

Rohr hat sich «entrümpelt»

Die Rohrerinnen und Rohrer haben sich am Tag vor dem Zusammenschluss mit Aarau noch einmal «herausgeputzt». Die allerletzte Müllabfuhr in Eigenregie am 31. Dezember bedeutete für die vier Mannen vom Rohrer Bauamt Schwerstarbeit. Denn bisher hatte sich die Gemeinde standhaft geweigert, eine Kehrichtsackgebühr einzuführen. So standen letztmals die satt gefüllten «Rohrer» Schwarzsäcke und übriges Sperrgut en masse am Silvestermorgen am Strassenrand. Die Chance, sich vom Überflüssigen zu trennen, wurde eifrig genutzt, wie das Bild von Mobile Reporter Rudolf Geissler an der Kirchbergstrasse zeigt. «Tonnenweise türmten sich die Abfallberge und sorgten quasi für italienische Verhältnisse», berichtet auch der Rohrer Dorfchronist Max Burgherr.

Ein Auge zugedrückt

Bestätigt wird die historische Entrümpelungsaktion vor der Fusion von der bisherigen Frau Gemeindeammann Regina Jäggi. Die Kehrichtmänner drückten dabei oft ein Auge zu und sammelten auch nicht ganz konforme Stücke wie Matratzen, alte Koffer und ganze Möbel ein. Schliesslich wollte man am 1. Januar den Schritt zum Aarauer Stadtquartier in «sauberem Zustand vollziehen». Die nächste Müllabfuhr in der einstigen Gemeinde Rohr ist nun Sache der Stadt Aarau und findet am nächsten Donnerstag statt. Damit wechselt auch die Farbe der Kehrichtsäcke von Schwarz zu Blau, wobei mindestens bei der Premiere ein gewisses Mass an Toleranz angewendet werden soll. (hr)