Röntgenlaser: Wie viel Swissfel verträgt der Wald?

In Würenlingen plant das Paul-Scherrer-Institut (PSI) eine neue Grossforschungsanlage, den Röntgenlaser Swissfel. Der Standort mitten im Wald ist umstritten und führt zu offenen Fragen.

PSI-Vizedirektor Martin Jermann erklärte, weshalb der Standort im Unterwald gewählt wurde. Die Anlage müsse gegenüber Erschütterungen optimal geschützt werden und es sei eine hohe Konstanz bei der Betriebstemperatur gefragt, führte Jermann aus. Es war nicht die Technik, die zu Fragen oder Anmerkungen führte, sondern genau dieser Standort. Ein Anwesender wies auf den wertvollen Lebensraum hin, der verloren gehe. Ein anderer stellte fest, dass der Unterwald durch das Vorhaben entzwei geteilt werde.

Wie viel Wald muss tatsächlich für den Bau des Röntgenlasers gerodet werden? Dagmar Baroke, Leiterin der Kommunikation am PSI, spricht von rund vier Hektaren. Nach etwa zwei Jahren werde ein Teil am gleichen Standort wieder aufgeforstet. Die Lage der Grossforschungsanlage entlang dem Waldweg habe den Vorteil, dass die heutige Strasse für die Erschliessung genutzt werden und die Rodungsfläche auf diese Weise verkleinert werden könne.

Bei der Planung und beim Bau wolle das PSI so wenig wie möglich in den Wald eingreifen, «das heisst möglichst wenig Rodungsfläche beanspruchen», versichert Dagmar Baroke. Der Verkehr werde so gering wie unbedingt nötig gehalten. Laut Dagmar Baroke wird die Gasleitung, die ebenfalls in diesem Bereich verläuft, das Projekt «Swissfel» nicht beeinträchtigen. In nächster Zeit seien Gespräche mit den Verantwortlichen vorgesehen.

Kurz: «Wir werden Massnahmen treffen, damit der bestehende Wald durch die Anlage möglichst wenig beeinträchtigt wird. Dies wird in enger Absprache mit der Gemeinde und den entsprechenden Fachleuten geschehen», hält Dagmar Baroke fest. Auflagen würden allenfalls mit Gemeinde, Kanton und Bund geklärt. (mhu)

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