Ritalin
Ritalin wird zur neuen Partydroge

Immer mehr Jugendliche schlucken Ritalin bevor sie in den Ausgang gehen und «putschen» sich so auf. Meist ohne sich den Nebenwirkungen bewusst zu sein. Aber es drohen Psychosen und Abhängigkeit.

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Limmattaler Zeitung

Das Medikament Ritalin wird hyperaktiven Kindern verschrieben, die Mühe haben, sich zu konzentrieren. Neuerdings schlucken Jugendliche das Medikament bevor sie in den Ausgang gehen und «putschen» sich damit auf. In der Zürcher Partyszene taucht Ritalin gemäss dem Monitoringbericht «Drogen und Sucht 2010» der Stadt Zürich vermehrt als Partydroge auf. Der Bericht ist eine Art Barometer für den Drogenkonsum in der Stadt.

Halluzinationen und Abhängigkeit

Die Vermutung liege nahe, dass sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nicht bewusst seien, welche Folgen ein regelmässiger oder gemischter Konsum haben kann, schreibt die Stadt Zürich. Als Partydroge über längere Zeit eingenommen, kann Ritalin laut Renate Monego von den städtischen Gesundheitsdiensten zu Halluzinationen und psychotischen Zuständen führen. Bei einem regelmässigen hoch dosierten Konsum drohe Abhängigkeit.

Renate Monego vermutet, dass Ritalin relativ einfach zu beschaffen sei. Genaue Zahlen zu Bestellungen über's Internet würden aber nicht existieren. (ant/skh)

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