Riesiges weisses Pferd soll Besucher in England begrüssen

Modell des geplanten Pferdes

Modell des geplanten Pferdes

Ein riesiges weisses Pferd soll künftig Millionen Besucher in Südengland begrüssen. Das Kunstwerk des britischen Turner-Preis-Gewinners Mark Wallinger stellt mit 50 Metern Höhe die New Yorker Freiheitsstatue in den Schatten.

Die Skulptur, neben der ein Mensch kleiner als ein Huf ist, ist Teil des Siedlungsprojekts Ebbsfleet Landmark Project in der Grafschaft Kent südöstlich von London. Das Werk soll rund zwei Millionen Pfund (3,4 Millionen Franken) kosten.

Es wäre 33 Mal so gross wie ein wirkliches Pferd und damit eines der grössten Kunstwerke Grossbritanniens. Das Projekt wird unter anderem von dem Bahnunternehmen Eurostar unterstützt.

Der Hochgeschwindigkeitszug würde auf seiner Fahrt von Paris und Brüssel nach London an dem Hengst vorbei brausen und in der Nähe an einem neuen Bahnhof halten. Nach Medienberichten soll der Bau der Statue kommendes Jahr beginnen, fertig sein soll sie zu den Olympischen Spielen in London 2012.

Abhängig ist das auch davon, ob in der Rezession das Geld zusammenkommt. Das Pferd ist auch als Konkurrenz zur 20 Meter hohen Skulptur "Angel of the North" des Künstlers Antony Gormley zu verstehen, die beim nordenglischen Gateshead aufgestellt wurde.

Das weisse Pferd, ein Symbol Südenglands, wird an der historischen Route vom europäischen Kontinent nach England stehen. 60 Millionen Menschen sollen pro Jahr vorbeifahren.

"Ich habe ein Pferd gewählt, weil es für die Geschichte der Gegend steht", sagte Wallinger. In Zeiten der Römer sei das Pferd das "allgegenwärtigste Tier" gewesen. Im Bezug auf die Grösse sei das Kunstwerk "ziemlich unheimlich". "Aber im Endeffekt ist es einfach ein Pferd auf der Wiese."

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