Rheinfelder Weihnachtsbaum: Dieses Jahr klassisch statt kitschig

Grell leuchtende Figuren und bunte Lichterketten im Überfluss - der grosse Weihnachtsbaum, der im letzten Jahr die Rheinfelder Altstadt erleuchtete, sorgte für Wirbel. Und in diesem Jahr? Das pure Gegenprogramm: Eine artig mit roten Kugeln dekorierte Tanne steht vor dem Rathaus, klassisch und schlicht wie in früheren Jahren. Was gefällt Ihnen besser?

Merken
Drucken
Teilen

Nicole Emmenegger

Es war ein geschickter Marketing-Coup: Im letzten Jahr verwandelte die Rheinfelder Detaillistenvereinigung Kaufstadt den Weihnachtsbaum vor dem Rathaus in ein funkelndes Spektakel. Leuchtende Chläuse und strahlende Schneemänner - als Betrachter musste man beinahe zur Sonnenbrille greifen. «Wir wollen erreichen, dass die Leute über Rheinfelden reden, und sie damit zu uns ins Städtchen locken», sagte Kaufstadt-Präsident Hans-Peter Jäger damals. Die Rechnung ging auf: Die Bürger debattierten über das «Lichtprogramm à la Las Vegas», diverse Medien berichteten aus Rheinfelden.

Klassisch mit roten Kugeln

In diesem Jahr gibt es das pure Kontrastprogramm. Artig mit roten Kugeln dekoriert steht die Tanne vor dem Rathaus - wie schon in früheren Jahren. Zwar bleiben immer wieder Passanten staunend vor dem Ungetüm stehen, aber das grosse Tamtam bleibt aus.

Bei der Stadt Rheinfelden, die für den diesjährigen Schmuck verantwortlich ist, hat man bewusst auf die klassische Karte gesetzt. «Wir dachten, dass ein klassischer Weihnachtsbaum jetzt guttut», sagt Franziska Saladin Kapp, Leiterin des Stadtbüros. Nach dem Rummel um den bunten Baum geniesse man den traditionellen «stillen Baum» wieder bewusster.

Wenig Tränen für Kitschbaum

Dem Modell 2008 weint man keine dicken Tränen nach - auch bei der Kaufstadt tönt es nüchtern: «Der Rummel um den Baum hat mich nicht gestört, ich persönlich vermisse ihn aber auch nicht», sagt Präsident Hans-Peter Jäger. Was heuer fehlt, steht indes fest: die nationale Ausstrahlung von Rheinfelden.