Rettungseinsatz in Indonesien

Unter den 102 Mitgliedern der Rettungskette Schweiz, die seit gestern im Erdbebengebiet von Indonesien im Einsatz sind, befindet sich auch der Birrwiler Ivo Cathomen mit seinem Hund Uma.

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Hanny Dorer

Gestartet ist die von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) entsandte Rettungskette am Donnerstagabend in Kloten mit einer Extramaschine der Swiss. Unter den Teilnehmern befinden sich 27 Personen mit 18 Katastrophenhunden. Für den 10-stündigen Flug nach Indonesien durften die Hundeführer ihre Tiere in die Kabine nehmen. Nebst seinem persönlichen Gepäck muss jeder Hundeführer alles Notwendige für seinen Hund selber mitnehmen.

Die Hundenase ist auch heute noch das zuverlässigste Ortungsmittel, um menschliche Witterung unter Trümmern und meterdickem Schutt zu lokalisieren. Umso wichtiger ist der Einsatz von Rettungshunden bei Erdbeben oder Explosionen, wo die Suche nach verschütteten oder vermissten Personen meist ein Wettlauf mit dem Tod ist.

Im Erdbebengebiet von Indonesien werden sechs Equipen mit je drei Hundeführern und einem Leiter auf den zugeteilten Schadenplätzen gemeinsam mit den Rettern arbeiten. Nebst erfahrenen Hundeführern seien auch einige Neulinge dabei, die ihren ersten Ernstfalleinsatz erleben, schreibt der Verein Redog auf seiner Website (www.redog.ch).

Ivo Cathomen ist Mitglied des Schweizerischen Vereins für Such- und Rettungshunde (Redog), gehört dem Zentralvorstand an und präsidiert die Basler Sektion des Vereins, zu der auch der Kanton Aargau gehört. Cathomen wird in den nächsten Tagen in der AZ direkt aus dem Einsatzgebiet berichten, sofern die nötigen Verbindungen zustande kommen.