Unwetter

Rettungsboote bei Flucht vor Zyklon in Burma gekentert

Schwere Regenfälle in der burmesischen Stadt Yangon

Schwere Regenfälle in der burmesischen Stadt Yangon

Auf der Flucht vor einem nahenden Zyklon sind im Golf von Bengalen Dutzende Menschen gekentert. «An Bord waren weniger als 200 Leute», sagte ein Sprecher der Vereinten Nationen in Sittwe in Westburma.

"Es gibt Überlebende, aber wir wissen noch nicht, wie viele", sagte UNO-Sprecher James Munn weiter. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zu Dienstag.

Nach Munns Angaben wollten die Menschen sich von Pauktaw an der Küste aus in Sicherheit bringen, weil über dem Meer ein mächtiger Zyklon tobt und sich auf die Region zubewegt. Pauktaw ist nur mit dem Boot zu erreichen. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Offenbar lief das Boot auf ein Riff auf.

An Bord waren nach Angaben des UNO-Sprechers wahrscheinlich überwiegend Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit, die bei Unruhen im vergangenen Jahr aus ihren Dörfern in der Rakhine-Region Burmas vertrieben worden waren.

Die schätzungsweise 800'000 Rohingyas in Burma gelten offiziell als staatenlos, weil das überwiegend buddhistische Burma sie als illegale Einwanderer aus dem benachbarten Bangladesch betrachtet und Bangladesch sie ebenfalls nicht anerkennt.

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