Seine TV-Sendung «Bumann, der Restauranttester», ist inzwischen ein Strassenfeger. Prozent. 1,7 Millionen Schweizer und Schweizerin haben bisher bei Bumann reingeguckt. Die auf dem kleinen Sender 3+ ausgestrahlter Sendung bringt es auf einen Marktanteil von über 10 Prozent.

Das Rezept der Sendung ist simpel. Der Spitzengastrom, der im bündnerischen La Punt ein zusammen mit seiner Frau Ingrid, das Gourmetrestaurant La Chesa führt, testet das Können von Wirten. Bumann geht allerdings nur bei Restaurants vorbei, die ihn zu Hilfe gerufen haben. Weil sie selbst nicht mehr weiter kommen.

Zwei kapitale Fehler stellt Bumann bei seinen Besuchen immer wieder fest: Die Wirte verkaufen Gerichte als frisch, die es gar nicht sind. «Der Gast muss doch wissen, ob er Fertig- oder Halb-Fertigprodukte auf dem Teller hat», sagt Bumann.

Wirte profitieren

Zum anderen unterschätzten die Wirte schlicht die Augabe. Der Beruf verlange vollen Einsatz, Leidenschaft und eine anständige Ausbildung. «Wer von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, muss scheitern», sagt Bumann. Genau das haben denn auch schon zwei Wirte gemacht, nachdem Bumann bei ihnen zu Besuch war.

Bumann wehrt sich allerdings dagegen, ein Restaurantschliesser und nicht ein Restauranttester zu sein. «Vielleicht hat mein Besuch den Wirt nur im Entscheid bestärkt, einen Schlussstrich zu ziehen.» Die anderen Wirte hätten vom Besuch profitiert.

In den nächsten Wochen wird der Sender 3+ entscheiden, ob es eine dritte Staffel gibt. Die Aussichten, dass es weitergeht, stehen gut. «Die Sendung hat noch Potenzial noch oben», erklärt Cindy Muff, Sprecherin von 3+. Es hätte sogar Zuschauer gegeben, die beim TV-Sender ein kleines Geschenk als Dank für die Sendung vorbeigebracht hätten, so Muff. (rsn)