«René Schneider steht nicht hinter unserer Schule»
«René Schneider steht nicht hinter unserer Schule»

René Schneider hat auf öffentlichen Druck hin seinen Rücktritt als Schulpflegepräsident bekannt gegeben. Er ist in die Schlagzeilen geraten, weil er zwei seiner Kinder zu Hause unterrichtet. Ab Anfang Jahr wird Margrit Welbers das Präsidium antreten. Für Martin Sommerhalder, der René Schneider öffentlich zur Demission aufgefordert hat, bleiben aber noch Fragen offen.

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Aargauer Zeitung

Martin Sommerhalder, Sie forderten René Schneider zu Demission und zu einer erneuten Kandidatur auf? Jetzt bleibt Schneider Schulpfleger.

Martin Sommerhalder: Das ist tragisch, eigentlich schiesst mir die neue Schulpflege in die Knie. Zuerst hatten die Neuen auch Vorbehalte gegen Schneider. Ebenso hat die Behörde Kenntnis, dass sich 89 Prozent der Lehrerschaft gegen Schulpfleger Schneider stellen. Und jetzt macht die Schulpflege etwas ganz anderes.

Die Schulplege sagt, sie sei erleichtert, dass sie weiterhin auf die Erfahrung von René Schneier zählen könne. Zählt dieses Argument nicht?

Sommerhalder: Klar verfügt Schneider als einziger Bisheriger über Erfahrungen. Aber darum geht es nicht. Fakt ist: René Schneider steht nicht hinter unserer Schule. Schneider hat wohl bei den Neuen damit argumentiert, dass sie ohne seine Erfahrungen nicht fähig seien, diese Arbeiten zu erledigen. Dem ist aber nicht so, man kann sich in ein neues Amt einarbeiten, es braucht lediglich ein bisschen Zeit.

Wollen Sie den Druck auf Schneider erhöhen, er ist ja bis 2013 gewählt?

Sommerhalder: Dies Frage ist heute noch offen. Bevor ich Unterschriften sammle, um die Meinung der Bevölkerung zu erfahren, will ich das Gepräch mit der Lehrerschaft suchen. Ich bin aber nicht ein Einzelkämpfer, es gibt weiter Leute im Dorf, die mich unterstützen. (psi)