Reinach

Reinach macht ein echtes Schnäppchen

Genehmigt: Schulhausumgebung und Saalbauplatz werden neu. psi

Haus

Genehmigt: Schulhausumgebung und Saalbauplatz werden neu. psi

Die Überraschung: Der Neubau eines Werkhofs ist nicht nötig, die Firma Anliker bietet ihre Gebäude zum Kauf an

Die Reinacher Gemeindeversammlung begann mit einem Paukenschlag. «Bis vor einer Woche waren wir von unserem Projekt für einen neuen Werkhof überzeugt», sagte Gemeindeammann Martin Heiz. «Jetzt ist alles anders, die Baufirma Anliker hat uns ihren Werkhof zum Kauf angeboten.» Das Angebot biete alles, was es brauche: Garagen, technische Einrichtungen, Tankstelle, moderne Büros und eine grosse Verkehrsfläche. Der Gemeinderat verhandle gegenwärtig. «Für 1,85 bis 1,9 Mio. Franken wäre der Werkhof zu kaufen», erklärte Heiz, «ein echtes Schnäppchen». Die alten Räumlichkeiten der Bauverwaltung würden von der Gemeindeverwaltung weiter genutzt, Bedarf sei ausgewiesen. Mit 186 Ja gegen 5 Nein stimmte der Souverän dem Zusatzantrag zu, dass die Behörde den Werkhof Anliker kaufen solle. Damit wird der Ausbau des eigenen Werkhofes natürlich hinfällig.

Centralschulhausplatz kommt

Der Platz zwischen Saalbau und Centralschulhaus sowie die Umgebung um das Schulgebäude werden neu gestaltet. Der Ressortchef, Gemeinderat Bruno Rudolf, stellte das Projekt im Detail vor und sprach insbesondere die geplante Parkplatzlösung bei Veranstaltungen an. Total 253 Parkplätze stehen künftig zur Verfügung. Zu reden gaben in der Diskussion nochmals die gewählten Bodenbeläge. Eine Votantin verlangte zudem die Markierung eines Parkplatzes für Kurzparker, die Leute zur Bahn begleiten oder abholen. Als sich die Diskussion in Details zu verlieren drohte, forderte Rudolf Lanz die Stimmbürger auf, dem Projekt zuzustimmen: «Es geht um die Kinder und das Ortsbild, wir sollten die Angelegenheit endlich abschliessen.» Mit grossem Mehr und vereinzelten Nein-Stimmen bewilligte die Versammlung den Planungs- und Baukredit von 1,6 Mio. Franken.

Welche Jugendarbeit brauchts?

Die Verlängerung des Probebetriebes der Regionalen Jugendarbeit Wynental verabschiedeten die Reinacher nicht diskussionslos. Hartmut Henrich kritisierte die Reinacher Jugendarbeit als ungenügend und bezeichnete den Standort des Jugendkulturhauses in Teufenthal als falsch. Er stellte den Antrag, den traktandierten Beitrag zu sprechen und für Reinacher Projekte zurückzustellen. Die Stimmbürger lehnten den Antrag mit 75 Nein gegen 73 Ja ab. Sie bewilligten die Verlängerung des Probebetriebs um ein halbes Jahr mit 121 Ja zu 12 Nein und sprachen den Kredit von 5 Franken pro Einwohner.

Steuerfuss bleibt bei 116 Prozent

Der genehmigte Voranschlag 2010 der Gemeinde Reinach basiert wieder auf einem Steuerfuss von 116 Prozent. Der Gemeindeammann wies auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und den ausbleibenden Finanzausgleich hin.

Von 4324 stimmberechtigten Reinachern nahmen 203 an der Gmeind teil. (psi)

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