Limmattal

Regionale Suche im weltweiten Netz

Das regionale Lehrstellenportal soll angehenden Lehrlingen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen und das bestehende Angebot, wie den Berufsinformationstag (im Bild im Spital Limmattal), ergänzen. DAE

Das regionale Lehrstellenportal soll angehenden Lehrlingen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen und das bestehende Angebot, wie den Berufsinformationstag (im Bild im Spital Limmattal), ergänzen. DAE

Dieser Tage wird ein neues regionales Lehrstellenportal im Internet aufgeschaltet. Die Idee zu diesem Projekt stammt von den Jungfreisinnigen Limmattal und kam vor knapp einem Jahr auf.

Auf der Suche nach einer Lehrstelle? Am besten in der Nähe des Wohnortes? – Ein neues Lehrstellenportal im Internet soll Schulabgängern aus dem Limmattal helfen, den passenden Job in der Region zu finden. Aufgestartet werden soll das neue Angebot nächste Woche, wenn die Sportferien vorbei sind und die heisse Phase der Lehrstellensuche beginnt.

Die Idee zu diesem Projekt stammt von den Jungfreisinnigen Limmattal und kam vor knapp einem Jahr auf. «Wir haben im Vorstand ein Brainstorming betrieben. Die Frage lautete, welches Projekt können wir lancieren, das der Region und vor allem den jungen Leuten etwas bringt», erklärt Dominik Tiedt, Präsident der Jungfreisinnigen. Man sei zum Schluss gekommen, dass ein regionales Lehrstellenportal die beste Option sei. Heutzutage sei es schwierig genug eine Lehrstelle, dann noch die ideale, zu finden.

Ausgeruhter und fitter

«Wir hoffen, mit unserem Angebot bei der Suche helfen zu können. Quasi nach dem Motto ‹Lehrstellen in der Region, für die Region›», so Tiedt. Denn ein Arbeitsplatz in der näheren Umgebung des eigenen Wohnortes bringe viele Vorteile mit sich. «Die Arbeitswege verkürzen sich, die Lehrlinge kommen ausgeruhter und fitter ins Geschäft, als wenn sie lange mit Zug und Bus fahren müssten», ist Tiedt überzeugt. Seine Vorstandskollegin, Vizepräsidentin Tanja Seiler, sieht noch andere Punkte, die eine Lehrstelle in der Region attraktiv macht. «Der Kontakt zum Umfeld, zu den Freunden bleibt intakt, wenn man in der Nähe arbeitet», hält sie fest. Zudem sei man als Lehrling noch nicht so mobil. «Ein Auto kann man in diesem Alter nicht fahren», so Seiler.

Um ihr Projekt zum Laufen zu bringen, mussten die Macher allerdings einige Vorarbeit leisten und Hürden überwinden. «Wir haben Kontakt mit dem Berufsinformationszentrum und dem Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich aufgenommen», erklärt Sasa Karalic, der als Administrator die Plattform betreut. Anfänglich sei man dort skeptisch gewesen. Nach einigen Gesprächen sei man mit dem Amt für Jugend und Berufsberatung übereingekommen, dass dieses den Limmattalern die Lehrstellenangebote aus der Region zur Verfügung stelle. «Der Kanton betreibt das Portal www.lena.zh.ch. Dort sind alle offenen Lehrstellen im Kanton aufgeführt. Davon können wir nun profitieren. Es sind bereits rund 100Lehrstellen ausgeschrieben», so Karalic.

Angebot ist kostenlos

Fernziel der Betreiber ist es aber, dass die Unternehmer dereinst selber aktiv werden und ihre offenen Stellen auf dem Portal veröffentlichen. «Bis es so weit ist, wollen wir zuerst schauen, ob das Angebot auch genutzt wird und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt», sagt Tiedt. Dabei hoffe man auch auf die Hilfe der Jugendlichen. «Auf der Plattform befindet sich auch ein Umfrage-Tool. Dort können die Nutzer Anregungen platzieren», erklärt Karalic. Die Idee dahinter: Das Portal soll künftig vom Austausch unter den Nutzern leben.

Die Umfragefunktion ist neben der Abfrage nach Lehrstellen nicht das einzige Tool auf dem Portal. «Wir haben auch einen Fragendienst eingerichtet. Die Jugendlichen können dort Hilfe rund um das Thema Bewerbungen anfordern», erklärt Karalic. So weit als möglich wolle man die Fragen selbst beantworten. «Bei stilistischen Fragen einer Bewerbung können wir sicher Auskunft geben. Übersteigt ein Anliegen unsere Kompetenzen, werden wir den Jugendlichen an die entsprechende Stelle weiterleiten» sagt Seiler.

Wie auch die anderen Funktionen ist das Fragetool kostenlos. «Wir wollen mit dem Portal kein Geld verdienen. Das Projekt soll aber selbsttragend sein», hält Tiedt fest.

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