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«Regio Agenda» ohne Rückhalt

Deutlich sprachen sich die Gemeindevertreter des Regionalplanungsverbandes (Repla) Lenzburg-Seetal gegen einen Beitrag an ein neues Magazin aus und «beerdigten» so das Projekt.

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Repla

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Aargauer Zeitung

Fritz Thut

Eigentlich ging es um einen recht kleinen Betrag. 5000 Franken wollte die Repla-Geschäftsleitung im Budget für 2010 für die «Unterstützung Regionales Infokonzept» einstellen.

An der Haupt-Vorstandssitzung in Egliswil entspann sich eine Diskussion, ob es für die Gemeinden opportun sei, Geld in ein neues «Ausgeh-, Info- und Werbemagazin für die Region Lenzburg-Seetal» zu stecken.

Hinter dem, wie von Repla-Präsident Ruedi Baumann zugegeben, «etwas unglücklich formulierten Traktandum» versteckt sich das Projekt «Regio Agenda», das den Repla-Delegierten an der Sitzung im Juni in Niederlenz vorgestellt wurde.

In 4 bis 6 Ausgaben pro Jahr mit je mindestens 16 Seiten wollte man unter der Trägerschaft von Tourismus Lenzburg-Seetal eine «unterhaltende, aktuelle Informationsbroschüre mit breiter Themenauswahl» lancieren.

Nur 5 Ja-Stimmen

An die ungedeckten Kosten von rund 40 000 Franken pro Jahr hätten die Stadt Lenzburg und der Verein Seetaltourismus mit Mitteln aus seinem Projekt der Neuen Regional-Politik (NRP) den Löwenanteil beigesteuert. Die vom Repla vorgesehenen 5000 Franken «stellen für uns finanziell kein Wagnis dar», so Präsident Baumann.

In der Diskussion ging es auch nicht um den Betrag an sich. Gemeindevertreter wiesen darauf hin, dass es nicht ihre Aufgabe sei, ein Magazin zu finanzieren, wo es doch sonst schon genügend Publikationsorgane gibt.

Thomas Hofstetter vom Stadtmarketing Lenzburg, seit anderthalb Jahren mit dem Projekt betraut, versuchte die Gemeindedelegierten noch umzustimmen: «Diese neue Plattform würde die Region stärken.» In der Abstimmung sahen sich lediglich 5 Befürworter einer grossen Mehrheit von Gegnern gegenüber. «Mit einem Repla-Nein ist das ganze Projekt ‹beerdigt›», so Hofstetter.

Diesen Sachverhalt bestätigte der Chefbeamte gestern gegenüber der AZ: «Die 5000 Franken vom Repla wären als Signal gedacht gewesen, dass die Region dahintersteht.» Ohne diesen Sukkurs werde die Stadt das Ganze abblasen, so Hofstetter. Ganz vom Tisch ist das Magazin allerdings nicht: Bis zur nächsten Legislatur «ist das Projekt auf Eis gelegt».

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