Regen, Dreck und gute Laune

Am 28. Johanniterlauf Leuggern sind die Teilnehmer gestern Donnerstag im Regen gelaufen. Die Stimmung unter den Läufern war gut.

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Regen, Dreck und gute Laune

Regen, Dreck und gute Laune

Eva Wanner

Kälte und Nässe hin oder her: Viele liessen es sich nicht nehmen, am alljährlichen Johanniterlauf Leuggern teilzunehmen. «Die Zahl der Anmeldungen ist etwa so wie immer», meinte Saskia Zubler, die das erste Mal als OK-Chefin tätig war.

«Wir hatten etwa 91 Anmeldungen für den Panoramalauf und etwa 55 für die Joggingstrecke», sagte Zub-
ler. Der Panoramalauf erstreckt sich über 10,5 Kilometer, die Joggingstrecke über 6,5 Kilometer. «Es sind jedes Jahr mehr oder weniger dieselben Teilnehmer – und es sind auch meist dieselben, die um den Sieg kämpfen», so Zubler.

Nicht so dieses Jahr: Mit Karsten Brod vom TV Konstanz lief ein neues Gesicht zuerst durchs Ziel.

Von oben bis unten bespritzt

Eines war dem Ersten wie allen anderen gemeinsam: Als sie durchs Ziel kamen, waren sie von oben bis unten mit Dreck bespritzt, durchnässt, erschöpft aber sichtbar glücklich. Denn: Dabei sein zählt, das gilt auch am Johanniterlauf.

Dabei gewesen sind nicht nur die Läufer, sondern auch deren Mütter, Freunde, Ehefrauen, Ehemänner und andere, die sehnsüchtig darauf warteten, dass ihre Favoriten durchs Ziel liefen.

Einige Kinderwagen mit geschlossenem Verdeck und einige Besucher mit Regenschirmen säumten den Wegrand. Wer keinen Regenschirm dabeihatte, setzte sich in die Festwirtschaft, um sich mit Kaffee aufzuwärmen und sich mit anderen Läufern oder Zuschauern auszutauschen.

Sonnenschein im Gesicht

Etwas hatte der erstplatzierte Karsten Brod nicht geschafft: einen neuen Streckenrekord aufzustellen. Wer den aktuellen Rekord unterbietet, bekommt den Goldjackpot. In diesem befinden sich 16 Goldvreneli bei den Herren und 10 bei den Damen. Obwohl der Jackpot nicht geknackt wurde: Niemand musste mit leeren Händen nach Hause gehen.

Als Erinnerung an den 28. Johanniterlauf hätte man wohl einen Regenschirm erwartet, die Läufer durften aber eine Trinkflasche und einen Pin mit nach Hause nehmen, die ersten drei eine Medaille. Ausserdem wurde ein Mountainbike verlost.

Als Souvenir nicht zu vergessen war natürlich die verdreckte Laufkleidung, die es zu waschen galt, mit der Gewissheit, seinen «inneren Schweinehund» überwunden zu haben. Denn: Der Himmel weinte zwar am Johanniterlauf, die Teilnehmer und Zuschauer aber hatten Sonnenschein im Gesicht.

Ranglisten und Informationen unter www.johanniterlauf.ch