Rechtsradikale angezeigt

Üble Provokationen an der Grenchner Bundesfeier

Die Grenchner 1.-August-Feier fand ein unschönes Ende. Einige der bekannten Grenchner Rechtsradikalen störten das Fest und beschimpften die Besucher, worauf der Stadtpräsident Boris Banga Anzeige bei der Stadtpolizei erstattete. «Es war bereits das dritte Mal, dass die immer gleichen Leute unser Fest am Nationalfeiertag störten», berichtet der Stadtpräsident. Vor einigen Jahren hätten diese Leute die Bühne gestürmt, um ihre Parolen zu verkünden. An der Feier 2007, als die Partnergemeinde Unterschächen zu Gast war, setzten sich die Rechtsradikalen an den Tisch der Behörden und provozierten. Und an der diesjährigen Bundesfeier sind die Rechtsradikalen wieder aufgetaucht und haben mit pyrotechnischem Material in gefährlicher Nähe zur Musikgruppe «Chef dé Kef» hantiert. «Einer begründete mir gegenüber», so Banga, «sein Verhalten mit dem Spruch: ‹Die sprechen mit anderer Zunge.› Dabei haben die Vortragenden einfach Lieder aus verschiedenen Kulturkreisen gespielt und gesungen.»

Provokationen fruchteten nicht

Als der Stadtpräsident am Ende der Feier auch noch aufs Übelste beschimpft wurde, hatte er genug und reichte bei der Stadtpolizei Anzeige ein. «Das Ganze spielte sich gegen Ende der Feier ab und ist deshalb nichts Tragisches.» Es sei nicht einfach gewesen, bei diesen Beleidigungen Haltung zu bewahren. «Aber darauf war es offensichtlich angelegt. Sie versuchten, eine Auseinandersetzung zu provozieren.» (uby)

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