Waltenschwil

Raumnot: Das Schulhaus in Waltenschwil ist zu klein

Das Schulhaus Banegg in Waltenschwil muss erweitert werden. ba

Schulhaus Banegg

Das Schulhaus Banegg in Waltenschwil muss erweitert werden. ba

Die Schulraumnot in Waltenschwil ist gross. Deshalb will der Gemeinderat das Schulhaus Banegg im Eiltempo aufstocken. Bis zum Beginn des Schuljahres 2011/2012 müssen die neuen Klassenzimmer bereit sein.

Jörg Baumann

Alle Primarschulklassen werden in Waltenschwil bereits doppelt geführt. Die Raumnot im Schulhaus Banegg ist so gross, dass einzelne Klassenzimmer bereits heute mehrfach belegt werden müssen. Diesem Notstand will der Gemeinderat abhelfen. Das Schulhaus soll aufgestockt werden. Die Baukosten werden auf anderthalb bis zwei Millionen Franken geschätzt. Diese werden nun auf die nächste Gemeindeversammlung noch genauer ermittelt.

Grosses Bevölkerungswachstum

Die Bevölkerung von Waltenschwil ist in den letzten drei Jahren um 200 Einwohner gewachsen. Darauf weist Gemeindeschreiber Frank Koch hin. Das Wachstum lässt auch die Schülerzahlen emporschnellen. Der Zeitdruck ist gross: «Bis zum Schuljahresbeginn 2011/12 müssen wir die neuen Klassenzimmer und die zusätzlichen Räume im Schulhaus beziehen können», sagt Koch.

Der Gemeinderat wählte aus dem Zeitdruck heraus das schnellste Verfahren, das überhaupt möglich ist. Er legte bereits diese Woche das Baugesuch für die Schulhauserweiterung auf. Im Raumprogramm sind die notwendigen neuen Schulzimmer, die Gruppen- und Therapieräume, eine neue Schulbibliothek und die Räume für den Musikunterricht, das Textile Werken, die Logopädie und den Religions- und Fremdsprachenunterricht an der Primarschule enthalten.

Schulleitung braucht eigenes Büro

Das Schulsekretariat und die Schulleitung teilen sich heute im Schulhaus Banegg ein einziges Büro. «Ein unhaltbarer Zustand», meint Frank Koch. «Die Schulleitung muss auch Gespräche im diskreten Rahmen führen können. Sie braucht deshalb ein eigenes Büro.» Im Schulhausprojekt ist deshalb vorgesehen, dass die Schulleitung und das Sekretariat in zwei verschiedenen Büros untergebracht werden. Auch der Fall, dass die sechste Primarschulklasse dereinst von Wohlen nach Waltenschwil zurückkehren wird, ist im Raumprogramm eingeplant.

Projektverfasser ist ein Waltenschwiler: der Architekt Arno Vogel, Mitarbeiter im Architekturbüro Architheke AG in Brugg. Vogel erstellte schon die Baupläne für den Bau der Banegg-Mehrzweckhalle und kennt die Schulraumbedürfnisse von Waltenschwil. Der Baukredit wird der Gemeindeversammlung am 4. Juni vorgelegt. Wenn alles nach Programm geht, soll der Baubeginn im Spätsommer oder Herbst 2010 erfolgen. So könnte das erweiterte Schulhaus im Herbst 2011 bezogen werden.

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