Für neun Tage soll die Discovery an der Weltraumstation bleiben und dann zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurückkehren. Die Weltraumfähre war am Samstagmorgen MESZ mit vier Tagen Verspätung von Cape Canaveral gestartet.

Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang. Der 52-Jährige fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS.

Die Discovery hätte eigentlich schon am Dienstagmorgen ins All fliegen sollen. Der Start musste jedoch zunächst wegen schlechten Wetters und wegen technischer Probleme dreimal verschoben werden.

Auf die Shuttle-Astronauten warten an der ISS drei Aussenbordeinsätze. An der Aussenwand der Station sollen mehr als 20 Meter Kabel verlegt werden. Ausserdem werden die Astronauten unter anderem einen leeren Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem ersetzen.

Mit einer Masse von 800 Kilogramm wird der Tank nach ESA-Angaben der schwerste Gegenstand sein, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum zu bewegen hatte.

Wichtigstes Ziel der Mission STS-128 ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur ISS. Im Gepäck hat die Discovery unter anderem ein neues Labor und einen neuen Gefrierschrank zur Aufbewahrung von wissenschaftlichen Proben.

Die Discovery wird voraussichtlich am 8. September wieder von der ISS abdocken und den NASA-Astronauten Timothy Kopra von der Langzeitbesatzung zur Erde zurückbringen. Die Landung der Raumfähre in Florida ist für den 11. September vorgesehen.