Affoltern

Raststätte My Stop: Gut gestartet, aber es fehlen Parkplätze

My Stop-CEO Thomas Zweifel: Zufrieden mit den Starttagen. (Bild Werner Schneiter)

Raststätte My Stop: Gut gestartet, aber es fehlen Parkplätze

My Stop-CEO Thomas Zweifel: Zufrieden mit den Starttagen. (Bild Werner Schneiter)

Es gibt Spitzenzeiten und Tage mit weniger Frequenz: Thomas Zweifel, CEO von My Stop und der Gotthard-Raststätte, ist zufrieden mit dem Start nach Autobahneröffnung. Allerdings zeigt sich, dass das Parkplatzangebot zu knapp ist. Eine Lösung innerhalb des Areals ist nicht möglich.

Besucherinnen und Besucher der Autobahnraststätte My Stop staunen über deren Architektur und über das Panorama. Und sie zeigen in aller Regel Verständnis, wenn etwas noch nicht rund läuft. Nach den Worten von Raststätten-CEO Thomas Zweifel ist der Start ohne nennenswerte Probleme verlaufen - in diesem Fall keine Selbstverständlichkeit. «Im Gegensatz zu anderen Läden haben wir hier keine eigentliche Aufwärmphase. Der Betrieb mit insgesamt 110 Mitarbeitenden musste nach Eröffnung nullkommaplötzlich laufen; wir mussten sozusagen von null auf hundert», so Zweifel, für den jetzt die Phase der «Feineinstellung» läuft. Er ist froh, dass man in diesen Starttagen auf Personal der Gotthard-Raststätte zurückgreifen konnte, das über die nötige Erfahrung verfügt.


Die Raststätte erlebte vor allem an den vergangenen Wochenenden einen Ansturm. «Da haben wir im Restaurant Rekordumsätze erzielt. Wir haben aber auch Tage mit deutlich weniger Frequenzen. Die Ladenbesitzer erzielten ihre Spitzenumsätze ebenfalls an den Wochenenden», hält Thomas Zweifel fest. Die Reaktionen auf die Gestaltung des Zwischengeschosses sind allerdings zwiespältig: zu kalt, zu wenig heimelig. «Wir werden das ändern», so der CEO. Und er sagt auch, dass der Handy-Empfang bis Anfang Januar perfekt sein wird. «Das ist übrigens nur bei Swisscom-Anschlüssen ein Problem».


30 Prozent mehr Umsatz in Reisemonaten


Es sind derzeit vor allem Pendler und Neugierige, die der Raststätte einen Besuch abstatten. Berücksichtigt werden muss, dass der November kein Reisemonat ist. Während der klassischen Reisezeiten, vor allem im Sommer, erwarten die Raststätten-Verantwortlichen gegenüber jetzt eine Umsatzsteigerung von rund 30 Prozent.
Als Problem bezeichnet Thomas Zweifel die zu knappe Anzahl Parkplätze. Es sind auf beiden Seiten der Raststätte je rund 130. «Wir müssen den Umsatz erzielen, wenn die Leute da sind. Finden sie keinen Parkplatz, dann kommen sie nicht einfach an einem anderen Tag», sagt er und findet, es müssten je 200 sein. Eine Erweiterung innerhalb des Raststättenareals ist aber nicht möglich - dies im Gegensatz zur Gotthard-Raststätte, der «Schwester» von My Stop. Mit Blick auf die wichtigen Reisezeiten im Jahr wurde dort das Angebot um 50 Autoabstellplätze ausgebaut.


Dass vom lokalen Strassennetz ein Zugang mit dem Auto zur Raststätte nicht möglich ist, wird laut Thomas Zweifel derzeit am meisten bemängelt - vor allem von Inhabern von Gas- und Elektrofahrzeugen, die sich als Umweltbewusste daran stören, dass sie einen Umweg über Steinhausen oder die Filderen machen müssen, um bei «My Stop» auftanken zu können. «Wir versuchen, auch dieses Problem zu lösen - eventuell mit einem Badge für Besitzer solcher Fahrzeugtypen. Abgeklärt werden soll ausserdem, ob der Bau oder die Mitbenützung von Parkplätzen ausserhalb des Raststättenareals möglich ist. «Wir haben viele Leute aus der Umgebung, die uns zu Fuss besuchen wollen. Bei der Gotthard-Raststätte gibt es einen solchen Parkplatz, der es aber nicht erlaubt, direkt auf die Autobahn zu fahren.

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