Radon
Radioaktives Radon: 48 Aargauer Schulen und Kindergärten haben zu hohen Wert

Es herrscht hoher Handlungsbedarf: 48 Schulen und Kindergärten in 38 Aargauer Gemeinden weisen einen zu hohen Radonwert auf. Das radioaktive Edelgas Radon ist krebsfördernd.

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Pressedienst

Im Kanton Aargau herrscht bei 48 Gebäuden in 38 Gemeinden, darunter mehrheitlich Schulhäuser und Kindergärten, hoher Sanierungsbedarf. Die Gebäude haben einen zu hohen Radonwert. Radon ist ein radioaktives Edelgas, das krebsfördernd ist. «Die Räume müssen in den Sommerferien saniert werden», sagt Eva Bantelmann, Radonverantwortliche des Kantons gegenüber «Radio Argovia».

Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) empfielt, Räume mit zu hoher Radonkonzentrationen nicht mehr als Unterrichtsräume zu benutzen.

Sanierungspflicht bei Grenzwertüberschreitung

Das Amt für Verbraucherschutz im Departement Gesundheit und Soziales (DSG) hat im Winter 2009/10 Messungen in Schulen und Kindergärten durchgeführt. Die Kampagne fand während dreier Monate in rund 600 Schulen und Kindergärten beziehungsweise 1000 Gebäuden statt.

Der aktuelle Grenzwert für die Radonkonzentration in bewohnten Räumen liegt gemäss Stahlenschutzverordnung (StSV) bei 1000 Becquerel pro Kubikmeter. Gemäss der neuen WHO-Empfehlung soll die Konzentration nicht über 300 Bq/m3. Es gilt: wird der Grenzwert überschritten, ist der Hauseigentümer gemäss StSV verpflichtet, das Haus zu sanieren. (skh)

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