Quereinsteiger wird neuer Heimleiter

Der Wohler Daniel Berton übernimmt ab 2010 die Leitung des Altersheims St. Martin in Muri. Der jetzige Stelleninhaber, Jakob Strebel, tritt nach 18 Jahren Ende Februar 2010 in den Ruhestand.

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Aargauer Zeitung

Eddy Schambron

Aus 38 Bewerbungen «mit allen möglichen Hintergründen» wählte der Stiftungsrat mit Daniel Berton einen Quereinsteiger. Hohe Sozialkompetenz, betriebswirtschaftliche Erfahrungen und Führungsqualitäten seien besonders gewichtet worden, stellte Urs Strebel, Präsident des Stiftungsrates Alterswohnheim St. Martin, fest. «Wir haben mit Köbi Strebel, der ja auch ein Quereinsteiger war, gute Erfahrungen gemacht.»

Zwei Schienen

Daniel Berton, 1958 geboren, lebt mit seiner Frau und einem Sohn in Wohlen. Seit 2006 ist er verantwortlich für 18 Lernende in den Bereichen KV und Informatik bei der Hewlett Packard (Schweiz) GmbH. Zuvor führte er als Abteilungsleiter 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. «Jetzt sind es junge Leute, neu werde ich mit älteren Menschen zu tun haben, das ist spannend», sagt der ursprüngliche Radio-/TV-Elektroniker, der zahlreiche Weiterbildungen im Bereich Management und Personalführung vorweisen kann.

Daneben hat Berton eine sozusagen private Ausbildung im Bereich Gesundheit und Wohlergehen absolviert: Mentaltraining, Aromatherapie, Biochemie nach Schüssler, dipl. Lebensberater, Qi-Gong und Tai-Chi. «Ich habe damit wie zwei Schienen, die in der neuen Tätigkeit optimal zusammenlaufen können.» Er wird nun, berufsbegleitend bis 2012, die Heimleiterausbildung absolvieren.

Gut integriert

Berton übernimmt ein Heim, das dank seinem Standort und seiner Offenheit gut in Muri integriert ist. «Bei uns gliedern sich die Leute schnell ein, bei uns fühlt man sich wohl, wenn man hereinkommt», stellt Jakob Strebel, seit 18 Jahren Heimleiter, fest. Mit einer Auslastung von 98 Prozent und einem Umsatz von mittlerweile 3 Millionen Franken sei das Alterswohnheim «ein rechtes Unternehmen». Für Jakob Strebel ist klar, dass sein Nachfolger eine interessante Aufgabe übernimmt. Themen wie der reine Betrieb eines Alterswohnheimes oder Wohnen mit Serviceleistungen werden ihn in die Zukunft begleiten.

«Das Altersheim ist sehr gut geführt, der Standort gut», stellte Muris Gemeindeammann Josef Etterlin fest. Mit der Neugestaltung der Marktstrasse sei ein Begegnungszentrum entstanden, im Klosterhof würden immer wieder Feste stattfinden. Auch Rita Strebel, Präsidentin des Gönnervereins, begrüsste den neuen Heimleiter: «Das wird gut herauskommen», zeigte sie sich überzeugt.