Zentrum Aettenbühl

Quadratisch und aus Holz

Angeregte Diskussion: Die Projekte der Architekten wurden bei der Präsentation genau unter die Lupe genommen; hier das Siegerprojekt «Opa». (es)

Opa in Sins

Angeregte Diskussion: Die Projekte der Architekten wurden bei der Präsentation genau unter die Lupe genommen; hier das Siegerprojekt «Opa». (es)

Ein quadratischer Baukörper mit einer Holzkonstruktion, das ist das Projekt, das von der Jury für die Realisierung von Alterswohnungen in Sins favorisiert wird. Eingereicht hat es das Architekturbüro Jäger/Egli AG, Luzern. Wird der Bau schon Ende 2010 erstellt?

Eddy Schambron

Der Neubau erscheint als Solitär. Damit erfüllt der Projektvorschlag eine wesentliche Anforderung der Stiftung Aettenbühl in Sins: «Die Alterswohnungen sollten nicht einfach eine Erweiterung des bestehenden Alterszentrums sein, sondern eine eigene Adresse haben», führte Alfons Croci als Vertreter des Stiftungsrates und Jurymitglied aus. Mit Adresse meinte er nicht eine Postanschrift, sondern den eigenständigen Auftritt des Neubaus. Der Vorschlag «Opa» der Architekten Jäger/Egli, Luzern, erfüllt diese Vorgabe mit einem Baukörper, der sich klar vom bestehenden, architektonisch ebenfalls markanten Alterszentrum abhebt.

Bezug noch 2010?

Im neuen Bau sollen zwölf Wohnungen untergebracht sein; acht Interessentinnen und Interessenten haben sich bereits schriftlich angemeldet. Die Eröffnung wurde für den November 2010 ins Auge gefasst, was Croci allerdings als «sehr mutig» bezeichnete. Im Herbst soll das Projekt einer brei-
ten Öffentlichkeit vorgestellt werden. «Wir wollen wissen, was die Leute für Vorstellungen von Alterswohnungen haben.»

Mit Fitnessraum

Der von den Luzerner Architekten vorgeschlagene quadratische Baukörper lässt gemäss Jury viel besonnte Umgebungsfläche für zukünftige Nutzungen frei. Als Solitär erfülle der Neubau die geforderte Eigenständigkeit trotz betrieblicher Nähe optimal. Weitergeführt wird die bestehende, offene Parkierung des Zentrums. Das Projekt bietet zu den minimal geforderten 12 Wohnungen zusätzlich zwei Alterswohnungen an und schlägt im Sinne von mehr Hausgemeinschaft auch Aufenthaltsbereiche und einen Fitnessraum vor. Durch eine geschickte räumliche Erweiterung der zentralen Erschliessung wird diese zur Begegnungszone, ohne den Vorteil der kurzen Wege zu verlieren.

Holzkonstruktion

Die Jury sieht die vorgeschlagene Holzkonstruktion mit hinterlüfteter Horizontalschalung als prüfenswerten Vorschlag, «welcher das Verhältnis zum Altbau klärt und zusammen mit dem vorgeschlagenen Minergie-Standard einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten kann». Die Fassadengestaltung stärke die schlichte, kubische Gesamtwirkung und damit die Eigenständigkeit.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1